Zierpflanzen - Gartenblick

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Zierpflanzen

Auf dieser und den nachfolgenden Seiten finden Sie viel Wissenwertes über Zierpflanzen im Garten. So finden Sie die richtigen Pflanzen für Ihren Garten, erfahren welche Kombinationen möglich sind und vieles mehr.
Winterschutz bei Kahlfrösten
Bei Kahlfrösten benötigen einige Kletterpflanzen, wie z. B. Geißblatt oder Clematis einen Winterschutz. Dabei sollte möglichst das untere Drittel der Kletterpflanze geschützt werden. Bewährt haben sich dafür ein Vlies, das locker um die Pflanze gewickelt und Bambus- oder Kokosmatten, die um das Vlies gelegt und etwas befestigt werden. An einer trockenen Hauswand genügt es bereits einen Jutesack ans Klettergerüst zu hängen.

Winterschutz mit Tannengrün
Gaura (Prachtkerzen), Mädchenauge und weitere empfindliche Stauden sollten vor längeren und stärkeren Frostperioden einen leichten Winterschutz erhalten. Vlies und Tannengrün oder Bambusmatten schützen vor austrocknender Sonne und Frost. Auch Rosen, Hortensien, Goldlack und empfindliche Kräuter sind für einen solchen Schutz dankbar.

So schützen Sie Ihren Garteneibisch

Der exotisch anmutende, wärmeliebende Garteneibisch verträgt je nach Sorte mehrere Minusgrade. Jungpflanzen hingegen benötigen unbedingt einen Winterschutz. Am besten eine dicke Mulchschicht aufbringen und im Pflanzjahr mit Vlies oder Tannenreisig schützen. Die beste Pflanzzeit für den Garteneibisch ist daher auch das Frühjahr.

Gelungene Farbkombinationen mit Rot
Rote Rosen sind die begehrtesten Schnittblumen. Doch die rote Farbe ist im Garten nicht sehr beliebt. Durch die verschiedenen Nuancen von Orangerot bis Bordeauxrot ist es schwierig genau die richtigen Partner für ein harmonisches Farbbild im Garten zu finden. Klassische Partner wie Lavendel, Katzenminze und Schleierkraut lassen sich weniger gut zu roten Rosen kombinieren, besonders, wenn mehrere Rottöne in verschiedenen Farbnuancen kombiniert werden sollen. Wenn man ein Gartenecke in Gelb- und Kupfertönen anlegt, fügen sich auch rote Rosen dort harmonisch ein. Gute Partner sind da dann Heuchera, rotlaubiger Fenchel, Frauenmantel, mandelblättrige Wolfsmilch und Felberich. Soll die rote Rose eine farbliche Einzelstellung erhalten empfiehlt sich eine Kombination mit verschiedenen Gelb- und Grüntönen. Goldkalmus, gelbgrüne Segge, Euonymus (Emerald Gold), Mädchenauge.
Mutterkraut sät sich selbst aus.
Mutterkraut als Lückenfüller
Kennen Sie das auch? Plötzlich tut sich im Blumenbeet eine Lücke auf. Für diese Fälle haben wir das Mutterkraut. Das Mutterkraut ist eine zweijährige Pflanze, die sich durch Selbstaussaat im Garten behauptet. Geschickt mogelt sie sich ins Staudenbeet oder hat einen Platz zwischen den Kübelpflanzen entdeckt. Manchmal wird sie fast zum Unkraut, doch wir lieben diese vielseitige Pflanze, weil sie ein leeres Plätzchen ganz schnell für sich entdeckt und mit ihren weißen Blüten die Blicke auf sich zieht. Und wenn wir wieder ein paar Sämlinge zu viel entdecken, nehmen wir die Pflänzchen kurzerhand zum Mulchen. Ideal, denn Schnecken mögen diese Pflanze gar nicht und meiden so auch die gemulchten Beete.
Unser Webtipp
Mutterkraut ist auch eine bewährte Heilpflanze und hilft unter anderem gegen Migräne.
Rezepte und weitere Infos: www.mitliebegemacht.at
Knospenheide
Knospenheide sind Spezialzüchtungen der Besenheide (Calluna). Diese besondere Züchtung hat den Vorteil, dass sich die Blütenknospen nicht öffnen und daher verblühen diese auch nicht. So hält die Blüte von September bis in den Februar hinein.
Damit Sie lange Freude an diesen Pflanzen haben benötigen diese ein gleichmäßig feuchtes saures Substrat. Gut eignet sich Rhododendronerde. Haben die Pflanzen den Winter gut überstanden, sollten diese im Frühjahr um ca. 1/3 zurückgeschnitten werden. Das fördert eine kompakte Wuchsform und eine reiche Blüte im Herbst.
Unser Tipp:
Die meisten Stauden sollten erst im ausgehenden Winter zurückgeschnitten werden. So bleibt im Garten etwas Struktur erhalten, Insekten haben Überwinterungsmöglichkeiten und die oberirdischen abgestorbenen Pflanzenteile dienen der Pflanze als Winterschutz.
Probleme mit Buchs?
Sieht ihr Buchs nicht mehr schön aus? Haben Buchsbaumpilz oder gefräßige Buchsbaumzünsler den Buchs zu einer unansehnlichen Pflanze verwandelt? Dann sollten Sie jetzt über Alternativen nachdenken.
Für größere nicht beschnittene Exemplare gibt es genügend interessante immergrüne Alternativen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Löffelilex (Ilex crenata 'Convexa'), Kirschlorbeer oder Japanischer Säulenilex. Sollen die Pflanzen in Form gebracht werden eignen sich Eiben sehr gut. Eiben sind anspruchslos, frosthart und lassen sich sehr gut in alle möglichen Formen schneiden. Da Eiben schlafende Augen entwickeln, treiben diese auch im unteren Bereich auch immer wieder aus. Eiben können sowohl an sonnigen Standorten als auch in schattigen Bereichen gut eingesetzt werden.
Buchs ist für niedrige Einfassungen sehr beliebt, auch kleine Kugeln und Kegel lassen sich mit Buchs gut formen. Eiben hierfür einzusetzen scheint schwierig, denn diese können nicht auf Dauer sehr niedrig gehalten werden. Welche niedrig bleibenden Pflanzen können alternativ gepflanzt werden. Wir haben uns verschiedene Pflanzen angesehen und teilweise auch getestet.

Immergrüne Heckenmyrthe "Maigrün" - Jahreszuwachs zwischen 10 und 15 cm, Wuchshöhe ca. 1 m, bogig überhängend wachsend.
Bei vielen Anbietern wird die Pflanze für alle Standorte empfohlen und als sehr wüchsig und winterhart beschrieben. Andere Anbieter verweisen darauf, dass diese nur bedingt winterhart ist. Immergrüne Pflanzen sind gerade an Standorten, die nicht windgeschützt sind, von Frostschäden bedroht. Sonne und Wind tragen hier besonders zum Austrocknen bei, es ist daher auch im Winter auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. Bei uns hatte die Pflanze an einem trockenen Standort eher einen langsamen Wuchs, erst im dritten Jahr war ein deutlicher Zuwachs erkennbar. Es scheint dann aber so zu sein, dass die Pflanze dann sehr kräftig wächst und als Hecke ca. 3 Mal jährlich geschnitten werden muss.
Zwergberberitze "Nana".
Diese Pflanze hat Blätter wie der Buchs, ist winterhart, immergrün, anspruchslos und absolut schnittverträglich - hat kaum Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen, bringt Blüten und Früchte hervor, hat aber Dornen.
Niedriger Bergilex, Buchs-Ilex "Stokes" (Ilex crenata) hat ebenfalls buchsbaumähnliches, mittel bis dunkelgrünes glänzendes Laub, wächst dicht und langsam. Die Pflanze entwickelt keine Stacheln oder Dornen und als männliche Sorte trägt diese auch keine Beeren. Ilex bevorzugt einen durchlässigen humosen Boden, Staunässe ist zu vermeiden. Für Sonne oder im Halbschatten ist diese Pflanze gut als Buchsersatz geeignet.
Wächst dicht gedrungen, soll gesünder sein als Buchsbaum, hat eine gute Schnittverträglichkeit und ist wenig anfällig für Pilzerkrankungen. Allerdings kann es in kalten Wintern (also für Süddeutschland, Schweiz und Österreich nicht zu empfehlen) zu Frostschäden kommen. Die Pflanze bevorzugt etwas saure Böden, auf kalkhaltigen oder schweren Böden wächst Ilex schlecht.
Ilex crenata 'Glorie Gem'
Dieser Ilex ist ebenfalls eine kleinwüchsige Sorte, die sich gut für Einfassungen eignet. Allerdings ist diese Sorte etwas frostempfindlicher als Buchs und benötigt ebenfalls humose, lockere Erde in einem leicht sauren Boden.
Ilex crenata 'Dark Green' oder Ilex Crenata "Dark Star"
Beides sind kräftig wachsende Sorten, die von vielen als Buchbaumersatz empfohlen werden. Beide sind sehr schnittverträglich, stadtklimafest und sehr winterhart. Ungeschnitten werden die Pflanzen bis zu 2,5 m hoch werden. Ansonsten gilt für alle Ilex gleichermaßen, dass diese leicht sauren Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugen. Dark Star reagiert auch etwas empfindlich auf Hitze und Trockenheit

Getestet haben wir Ilex crenata "Dark Green" an zwei unterschiedlichen Standorten. Dazu können wir bestätigen, dass die Pflanzen an schattigen Standorten weniger gut wachsen; große Probleme bereitet ein schattiger und trockener Standort.
Euonymus japonicus "Green Spire" oder 'Green Rocket'
Euonymus japonicus ist ein immergrüner Strauch. Mit seiner aufrechten, mehrtriebigen und dicht straff aufrechten Wuchsform ähnelt er sehr dem Habitus des Buchsbaums. Er läßt sich gut beschneiden und eignet sich für niedrige Hecken.
Das Laub ist dunkelgrün und stark glänzend und der Austrieb hellgrün. Er ist für alle Lichtverhältnisse von sonnig bis halbschattig geeignet, allerdings kann es bei kalten und vor allem austrocknenden Winden zu Erfrierungen kommen.

Euonymus fortunei 'Radicans'
Euonymus fortunei ist frosthärter als Euonymus japonicus. Er lässt sich gut beschneiden und eignet sich für sehr niedrige Einfassungen bis 30 cm, allerdings kann er mithilfe langer Triebe und Haftwurzeln auch bis 3 m in die Höhe klettern. Die mittelgrünen Blätter sind bis zu 3 cm lang. Die Pflanze gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Für eine flächige Bepflanzung oder zur Begrünung einer Wand zu empfehlen, für Einfassungen und als Buchsersatz ist diese Pflanze weniger geeignet.

Niedrige Eibe (Taxus baccata) 'Renke’s Kleiner Grüner' ist eine langsam breitbuschig wachsende Eibensorte.
Sie ist schatten- und windverträglich, absolut winterhart, wächst sehr dicht und läßt sich gut beschneiden. Gerade für kalkhaltige Böden ist diese Eibe eine sehr gute Alternative zu Buchs. Sie eignet sich für niedrige Hecken, Beetumrandungen, flächige Bepflanzungen und Grabbepflanzung, aber auch als Formgehölz im Pflanzgefäß. Bei unserem Test konnten wir auch eine gute Trockenheitsverträglichkeit feststellen. Die Pflanze wird kaum von Krankheiten oder Schädlinge befallen und ist daher äußerst robust. Besonders schön ist auch die Färbung. Im Herbst und Winter färben sich die Nadeln leicht bronzefarben, im Frühjahr besticht die Pflanze mit einem frischgrünen Austrieb, der im Laufe des Sommers zu einem dunklem grün wechselt. Der Jahreszuwachs beträgt etwa 15 cm. Unbeschnitten kann die Pflanze etwa eine Höhe von 1,25 m erreichen.

Für einen kalkhaltigen Boden ist diese Eibe unser Favorit.
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