Zierpflanzen - Gartenblick

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Zierpflanzen

Auf dieser und den nachfolgenden Seiten finden Sie viel Wissenwertes über Zierpflanzen im Garten. So finden Sie die richtigen Pflanzen für Ihren Garten, erfahren welche Kombinationen möglich sind und vieles mehr.
Pflanzen leiden unter Hitze und Sonne
Sonnenbrand bei Pflanzen
Ja, auch Pflanzen können Sonnenbrand bekommen. Gerade in den ersten sehr sonnigen Tagen lässt sich bei empfindlichen Pflanzen ein Sonnenbrand entdecken.
Doch auch wenn Pflanzen sich schon an die Sonne gewöhnt haben, sind Schäden nicht immer ausgeschlossen. Begonien, z.B. sind ausgesprochene Schattengewächse. Pflanzt man diese in die Sonne, sind nach sonnigen Tagen Schäden an Blättern und Blüten zu beobachten. Man sollte daher auf jeden Fall die Standortvorlieben der Pflanzen berücksichtigen und Schattengewächse bei zu starker Sonneneinstrahlung mit Schirm oder Vlies schützen.  
Extreme Sonneneinstrahlung mit hohen Temperaturen können jedoch auch bei sonnenliebenden Pflanzen mal Hitzeschäden hinterlassen; wie hier bei der Rose.
Und dass bei Sonnenschein nicht so bewässert werden soll, dass die gesamte Pflanze mit Wasser benetzt wird, versteht sich von selbst.
Mutterkraut sät sich selbst aus.
Mutterkraut als Lückenfüller
Kennen Sie das auch? Plötzlich tut sich im Blumenbeet eine Lücke auf. Für diese Fälle haben wir das Mutterkraut. Das Mutterkraut ist eine zweijährige Pflanze, die sich durch Selbstaussaat im Garten behauptet. Geschickt mogelt sie sich ins Staudenbeet oder hat einen Platz zwischen den Kübelpflanzen entdeckt. Manchmal wird sie fast zum Unkraut, doch wir lieben diese vielseitige Pflanze, weil sie ein leeres Plätzchen ganz schnell für sich entdeckt und mit ihren weißen Blüten die Blicke auf sich zieht. Und wenn wir wieder ein paar Sämlinge zu viel entdecken, nehmen wir die Pflänzchen kurzerhand zum Mulchen. Ideal, denn Schnecken mögen diese Pflanze gar nicht und meiden so auch die gemulchten Beete.
Unser Webtipp
Mutterkraut ist auch eine bewährte Heilpflanze und hilft unter anderem gegen Migräne.
Rezepte und weitere Infos: www.mitliebegemacht.at
Staudenwicken mit unendlicher Blütenpracht
So werden Ihre Staudenwicken zu Dauerblüher
Wicken entwickeln immer neue Blüten, wenn die welken Blüten rechtzeitig entfernt werden. Nach der ersten Blütenphase kann man Staudenwicken auch etwas zurückschneiden und die Pflanze mit etwas Kompost anhäufeln. Dadurch wird die Pflanze gestärkt und dankt es mit einer zweiten Blütenphase.

Unser Tipp:
Wer bei Sommerflieder regelmäßig Verblühtes entfernt, verhilft dem Strauch nicht nur zu einem besseren Aussehen, sondern fördert auch eine längere Blütezeit.
So bekämpfen Sie Giersch!
Auf dieses kleine Gartengerät kann man nicht verzichten!
Giersch wirksam bekämpfen
Dichte Bepflanzung schützt weitgehend vor Unkraut. Doch wenn sich Giersch ansiedelt, sollte man umgehend handeln. Um Giersch wirkungsvoll zu bekämpfen, sollte dieser keinesfalls abgeschnitten, abgehackt oder ausgerupft werden. Jedes Wurzelstück, das im Boden verbleibt, wird wieder austreiben. Deshalb sollte man versuchen möglichst viele der Wurzelausläufer zu entfernen. Da diese aber leicht abbrechen, muss der Boden gut gelockert werden. Zwischen Stauden und Zwiebelblumen ist dies nicht so einfach. Bewährt hat sich deshalb die Gartenkralle. Durch leichte Drehbewegungen wird die Erde gelockert. Bei dichter Bepflanzung eignet sich eine kleine Handgartenkralle – so bleiben Stauden und Zwiebelblumen selbst bei enger Bepflanzung unbeschädigt und die Gierschpflanzen können mitsamt den Wurzelausläufern vorsichtig aus dem Boden gezogen werden.

Unser Tipp:
Regelmäßig aufkeimendes Unkraut entfernen, spart Zeit, da die Beikräuter damit zu wenig Zeit haben sich zu vermehren.

Probleme mit Buchs?
Sieht ihr Buchs nicht mehr schön aus? Haben Buchsbaumpilz oder gefräßige Buchsbaumzünsler den Buchs zu einer unansehnlichen Pflanze verwandelt? Dann sollten Sie jetzt über Alternativen nachdenken.
Für größere nicht beschnittene Exemplare gibt es genügend interessante immergrüne Alternativen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Löffelilex (Ilex crenata 'Convexa'), Kirschlorbeer oder Japanischer Säulenilex. Sollen die Pflanzen in Form gebracht werden eignen sich Eiben sehr gut. Eiben sind anspruchslos, frosthart und lassen sich sehr gut in alle möglichen Formen schneiden. Da Eiben schlafende Augen entwickeln, treiben diese auch im unteren Bereich auch immer wieder aus. Eiben können sowohl an sonnigen Standorten als auch in schattigen Bereichen gut eingesetzt werden.
Buchs ist für niedrige Einfassungen sehr beliebt, auch kleine Kugeln und Kegel lassen sich mit Buchs gut formen. Eiben hierfür einzusetzen scheint schwierig, denn diese können nicht auf Dauer sehr niedrig gehalten werden. Welche niedrig bleibenden Pflanzen können alternativ gepflanzt werden. Wir haben uns verschiedene Pflanzen angesehen und teilweise auch getestet.

Immergrüne Heckenmyrthe "Maigrün" - Jahreszuwachs zwischen 10 und 15 cm, Wuchshöhe ca. 1 m, bogig überhängend wachsend.
Bei vielen Anbietern wird die Pflanze für alle Standorte empfohlen und als sehr wüchsig und winterhart beschrieben. Andere Anbieter verweisen darauf, dass diese nur bedingt winterhart ist. Immergrüne Pflanzen sind gerade an Standorten, die nicht windgeschützt sind, von Frostschäden bedroht. Sonne und Wind tragen hier besonders zum Austrocknen bei, es ist daher auch im Winter auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. Bei uns hatte die Pflanze an einem trockenen Standort eher einen langsamen Wuchs, erst im dritten Jahr war ein deutlicher Zuwachs erkennbar. Es scheint dann aber so zu sein, dass die Pflanze dann sehr kräftig wächst und als Hecke ca. 3 Mal jährlich geschnitten werden muss.
Zwergberberitze "Nana".
Diese Pflanze hat Blätter wie der Buchs, ist winterhart, immergrün, anspruchslos und absolut schnittverträglich - hat kaum Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen, bringt Blüten und Früchte hervor, hat aber Dornen.
Niedriger Bergilex, Buchs-Ilex "Stokes" (Ilex crenata) hat ebenfalls buchsbaumähnliches, mittel bis dunkelgrünes glänzendes Laub, wächst dicht und langsam. Die Pflanze entwickelt keine Stacheln oder Dornen und als männliche Sorte trägt diese auch keine Beeren. Ilex bevorzugt einen durchlässigen humosen Boden, Staunässe ist zu vermeiden. Für Sonne oder im Halbschatten ist diese Pflanze gut als Buchsersatz geeignet.
Wächst dicht gedrungen, soll gesünder sein als Buchsbaum, hat eine gute Schnittverträglichkeit und ist wenig anfällig für Pilzerkrankungen. Allerdings kann es in kalten Wintern (also für Süddeutschland, Schweiz und Österreich nicht zu empfehlen) zu Frostschäden kommen. Die Pflanze bevorzugt etwas saure Böden, auf kalkhaltigen oder schweren Böden wächst Ilex schlecht.
Ilex crenata 'Glorie Gem'
Dieser Ilex ist ebenfalls eine kleinwüchsige Sorte, die sich gut für Einfassungen eignet. Allerdings ist diese Sorte etwas frostempfindlicher als Buchs und benötigt ebenfalls humose, lockere Erde in einem leicht sauren Boden.
Ilex crenata 'Dark Green' oder Ilex Crenata "Dark Star"
Beides sind kräftig wachsende Sorten, die von vielen als Buchbaumersatz empfohlen werden. Beide sind sehr schnittverträglich, stadtklimafest und sehr winterhart. Ungeschnitten werden die Pflanzen bis zu 2,5 m hoch werden. Ansonsten gilt für alle Ilex gleichermaßen, dass diese leicht sauren Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugen. Dark Star reagiert auch etwas empfindlich auf Hitze und Trockenheit

Getestet haben wir Ilex crenata "Dark Green" an zwei unterschiedlichen Standorten. Dazu können wir bestätigen, dass die Pflanzen an schattigen Standorten weniger gut wachsen; große Probleme bereitet ein schattiger und trockener Standort.
Euonymus japonicus "Green Spire" oder 'Green Rocket'
Euonymus japonicus ist ein immergrüner Strauch. Mit seiner aufrechten, mehrtriebigen und dicht straff aufrechten Wuchsform ähnelt er sehr dem Habitus des Buchsbaums. Er läßt sich gut beschneiden und eignet sich für niedrige Hecken.
Das Laub ist dunkelgrün und stark glänzend und der Austrieb hellgrün. Er ist für alle Lichtverhältnisse von sonnig bis halbschattig geeignet, allerdings kann es bei kalten und vor allem austrocknenden Winden zu Erfrierungen kommen.

Euonymus fortunei 'Radicans'
Euonymus fortunei ist frosthärter als Euonymus japonicus. Er lässt sich gut beschneiden und eignet sich für sehr niedrige Einfassungen bis 30 cm, allerdings kann er mithilfe langer Triebe und Haftwurzeln auch bis 3 m in die Höhe klettern. Die mittelgrünen Blätter sind bis zu 3 cm lang. Die Pflanze gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Für eine flächige Bepflanzung oder zur Begrünung einer Wand zu empfehlen, für Einfassungen und als Buchsersatz ist diese Pflanze weniger geeignet.

Niedrige Eibe (Taxus baccata) 'Renke’s Kleiner Grüner' ist eine langsam breitbuschig wachsende Eibensorte.
Sie ist schatten- und windverträglich, absolut winterhart, wächst sehr dicht und läßt sich gut beschneiden. Gerade für kalkhaltige Böden ist diese Eibe eine sehr gute Alternative zu Buchs. Sie eignet sich für niedrige Hecken, Beetumrandungen, flächige Bepflanzungen und Grabbepflanzung, aber auch als Formgehölz im Pflanzgefäß. Bei unserem Test konnten wir auch eine gute Trockenheitsverträglichkeit feststellen. Die Pflanze wird kaum von Krankheiten oder Schädlinge befallen und ist daher äußerst robust. Besonders schön ist auch die Färbung. Im Herbst und Winter färben sich die Nadeln leicht bronzefarben, im Frühjahr besticht die Pflanze mit einem frischgrünen Austrieb, der im Laufe des Sommers zu einem dunklem grün wechselt. Der Jahreszuwachs beträgt etwa 15 cm. Unbeschnitten kann die Pflanze etwa eine Höhe von 1,25 m erreichen.

Für einen kalkhaltigen Boden ist diese Eibe unser Favorit.
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