Nährstoffe - Gartenblick

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Nährstoffe

Auf dieser Seite erfahren Sie das Wichtigste über Bodenart und Nährstoffe.
Warum ist die Bodenart für die Pflanzenauswahl wichtig und warum müssen wir unsere Gartenpflanzen pflegen? Einige Pflanzen wachsen auf altem Gemäuer oder aus einer Felsspalte heraus und diese genügsamen Pflanzen benötigen keinerlei Pflege. Bei unserer Pflanzenauswahl werden wir uns aber nicht nur auf diese anspruchslosen Pflanzen beschränken. Wir möchten einen Garten mit prächtigen Blüten, saftigem Obst, grünem Rasen und gesunden Pflanzen haben. Dafür müssen wir den Zustand unseres Gartenbodens, die Bedürfnisse der Pflanzen kennen und dem Boden die entzogenen Nährstoffe zurückgeben.
Ein saurer Boden ist für die wenigsten Pflanzen optimal. Wohl fühlen sich hier nur Spezialisten wie Rhododendren und Heidegewächse. Für andere Pflanzen ist der Boden nur durch die Zugabe von Kalk geeignet. Der PH-Wert sollte dann auch regelmäßig überprüft werden.
Rhododendron
Ein sandiger Boden trocknet rasch aus und ist daher nicht für feuchtigkeitsliebende Pflanzen geeignet. An diesen Standorten fühlen sich Sedum, Katzenminze, Lavendel, Sabei und andere graulaubige Pflanzen wohl. Mit Zugaben von Tonmineralien (Gesteinsmehl) oder Geohumus kann man die Speicherfähigkeit des Bodens erhöhen.
Salbei
Bei verdichtetem, schwerem Lehmboden kommt es zu Staunässe und Wurzelschäden. Hier hilft es den Boden mit Sand und Humus zu verbessern.
Gartenboden analysieren
Der Wunsch eines jeden Gartenbesitzers sind prächtige Pflanzen. Trotz günstiger Standortbedingungen und ausreichender Bewässerung kann es passieren, dass Pflanzen kümmern. Grund dafür kann neben Krankheiten auch eine mangelnde Versorgung mit Nährstoffen sein. Für unerfahrene Gärtner ist es oft schwierig die optimale Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen sicherzustellen.
Zunächst ist es wichtig die vorhandenen Nährstoffe im Boden zu analysieren. Gartenbauvereine bieten manchmal kostengünstige Bodenanalysen an. Fragen Sie bei ihrem örtlichen Gartenbauverein nach. Bei einem solchen Bodentest wird sowohl der pH-Wert festgestellt, als auch die Werte für die Nährstoffe Phosphat, Kali, Magnesium und Stickstoff ermittelt. Außerdem werden oft noch Empfehlungen hinsichtlich der Düngung gegeben. Wenn Sie nur einzelne Werte ermitteln wollen, können Sie das auch selbst tun. Im Handel werden solche einfach zu handhabende Bodentests angeboten. Wir geben Ihnen dazu noch einige wichtige Informationen, damit Sie sich selbst Ihren persönlichen Düngeplan erstellen können.
Der optimale pH-Wert ist von den Pflanzen und teilweise auch von der Bodenart abhängig. Besonders deutlich ist diese im Anbau von Obst und Gemüse. Hier liegt der optimale Wert bei leichtem Boden zwischen 5,3 bis 5,7, bei mittlerem Boden zwischen 6,1 – 6,8 und bei schwerem Boden zwischen 6,8 – 7,2.
Für Rhododendren, Blaubeere, Eriken, Hortensien und andere kalkfeindliche Pflanzen sollte der Wert möglichst niedrig (4,1 bis 4,5) gehalten werden.
Die meisten anderen Gartenpflanzen bevorzugen Böden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7,2.

Tomaten
Heidelbeeren im Herbstkleid
Nährstoffbedarf
optimale Ver-
sorgung mit
PhosphatKalium
Magne-
sium
in mg je 100 g Boden     
Gemüse16 - 3016 - 408 - 20
Obst21 - 3520 - 40
7 - 15
Ziergarten15 - 2510 - 2015 - 25
Stickstoff (N), wird in den meisten Bodenanalysen nicht ermittelt, weil er sich schon in kurzer Zeit stark verändert. Stickstoff, der nicht von den Pflanzen aufgenommen wird, bleibt in Form von Nitrat im Boden und gelangt durch Regenfälle oder Schmelzwasser ins Grundwasser. Dies führt zu hohen Nitratbelastungen in unserem Wasser. Wir sollten deshalb genau darauf achten, dass wir nur so viel Stickstoff zuführen, wie unsere Pflanzen verwerten können.
Obwohl der ungefähre Nährstoffbedarf in vielen Quellen angegeben ist, kann es dennoch zu fehlenden Nährstoffen oder zur Überversorgung kommen. So erkennen Sie die wichtigsten Mangel- oder Überschusserscheinungen und erfahren mehr über Maßnahmen zur Rettung Ihrer Pflanzen.

Stickstoff (N) -
fördert Wachstum und Laubentwicklung. Stickstoff gibt den Blättern eine dunkelgrüne Farbe.
Ein Mangel lässt das Wachstum stocken, hellt die Blätter auf, Blüten und Früchte bleiben klein.

Ein Überschuss an Stickstoff macht die Pflanzen weich und anfällig. Er verhindert den Ansatz von Blütenknospen und das Holz reift spät aus, was zu Erfrierungen führen kann.
Soforthilfe bei Stickstoffmangel
Brennnessel- oder Beinwelljauche oder ein wasserlösliches Nährsalz zB. (Hakaphos)

Soforthilfe bei Stickstoffüberschuss
Nach dem Abernten der Beete Gründüngung einsäen.

Phosphor (P) ist ein wichtiger Baustoff für den Zellkern, fördert Blüten, Frucht- und Samenbildung.
Ein Phosphatmangel bewirkt Kümmerwuchs, sowie eine Verfärbung der Blätter, Blattabwurf oder Unfruchtbarkeit.

Ein Überschuss an Phosphat führt zu Wachstumsstörungen. Die Eisenversorgung wird blockiert und es kommt dadurch zu weiteren Nährstoffmängeln (Mangan, Bor, Zink und Kupfer).

Gegenmaßnahmen bei zu niedrigem Phosphatgehalt im Boden
Mit Gaben von Kompost und Thomasmehl kann ein Mangel behoben werden. Auf Knochenmehl sollte man wegen der Gefahr von BSE verzichten.
Gegenmaßnahmen bei zu hohem Phosphatgehalt im Boden
Bei einem Überschuss sollte nur phosphatarmer Dünger gegeben werden.

Kalk/Calcium (Ca) sorgt für eine gute Bodenstruktur und wird zum Aufbau von Zellwänden gebraucht. Der Kalkwert ist bestimmend für den Bedarf weiterer Spurenelemente.
Bei Kalimangel sterben junge Pflanzenteile ab, Blütenknospen kümmern und die Wurzeln bleiben klein. Äpfel werden stippig.

Bei zu viel Kalk im Boden können Pflanzen weder Phosphat, noch Spurenelemente aufnehmen. Ein Überschuss bewirkt bei kalkfliehenden Pflanzen Chlorose, Kümmerwuchs und Blattfall.

Bei zu hohem Kalkgehalt ist keine Soforthilfe möglich. Langfristig kann durch Rindenmulch, Rindenhumus, Laubkompost oder Zugabe von schwefelsaurem Ammoniak der Kalkwert gesenkt werden. Kalk sollte nur bei Bedarf (festgestellt durch Bodenanalyse) zugegeben werden.
 
Bei zu saurem Boden muss im Herbst aufgekalkt werden.


Kalium (K) regelt den Wasserhaushalt, fördert die Frostresistenz und stärkt das Pflanzengewebe.
Sind die Pflanzen trotz reichlichen Gießens schlapp und beginnen die Blätter von außen nach innen zu vertrocknen liegt höchstwahrscheinlich Kaliummangel vor.

Ein Kaliumüberschuss hemmt das Wachstum und kann sogar zum Absterben der Pflanzen führen, weil der Salzgehalt im Boden zu hoch ist.
Ein Kaliumüberschuss hemmt das Wachstum und kann sogar zum Absterben der Pflanzen führen, weil der Salzgehalt im Boden zu hoch ist.
Als Soforthilfe bei einem Kaliummangel ist die Gabe von Kalimagnesia oder Holzasche möglich.

Ein Kaliumüberschuss in der Gartenerde ist für Pflanzen kaum problematisch. Anders in Blumentöpfen, hier empfehlen wir das reichliche Gießen (Wasser muss abfließen können), so dass Kalium größtenteils ausgewaschen wird.

Magnesium (Mg) ist der wichtigste Baustein des Blattgrüns und zur Bildung von Eiweiß notwendig.
Die Blätter hellen sich bei einem Magnesiummangel zwischen den Adern auf, Früchte bleiben klein.
Achtung: Ist der pH-Wert über 7, liegt die Ursache des Magnesiummangels bei einer Überdüngung mit Stickstoff.
Eine Magnesium-Überdüngung blockiert bei Pflanzen die Aufnahme von Kalk und Kalium, so dass es zu Schäden von Kalkmangel kommt sowie die Frostfestigkeit erheblich beeinträchtigt.
Spezielle Gaben von Magnesiumpräparaten (Kieserit, Bittersalz) in Kombination mit Eisenpräparaten (Fetrilon, Ferramin) sind als Sofortmaßnahmen bei Magnesiummangel geeignet. Auch Algenkalk oder bestimmte Gesteinsmehle können dem Boden zugegeben werden.
Bei einer Magnesium-Überdüngung für einige Jahre keinen magnesium-betonten Dünger mehr verwenden. Eine Gabe Kompost reicht als Düngung aus.  Bei Pflanzen in Pflanzgefäßen reichlich wässern und Düngergaben einschränken.
Diese Themen könnten Sie ebenfalls interessieren:
Düngen: Hier finden Sie alle wichtigen Informationen zum Thema Düngen.
Kompost: Hier finden Sie Wissenswertes über Kompost.
 
Suchen
© 2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü