Tipps zur Gestaltung - Gartenblick

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Tipps zur Gestaltung

Hier findet ihr Gartenideen und Tipps zur Gartengestaltung.
So wird euer kleiner Garten zum Traumgarten
Ein schöner Rahmen und eine interessante Kulisse sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine perfekte Gartenansicht. In einem kleinen Garten ist dies aber sehr schwierig zu verwirklichen. Eine immergrüne Schnitthecke oder ein mit Efeu berankter Mattenzaun bilden einen platzsparenden, auch im Winter grünen Rahmen oder Hintergrund. Hohe Hecken oder auch große Bäume am Ende des Gartens oder an den Seiten sind weniger empfehlenswert, da diese den Garten tatsächlich und vor allem auch optisch verkleinern.

Multitalente - für kleine Gärten
Der eigene Garten ist dann attraktiv, wenn er für jede Jahreszeit mindestens ein Highlight zu bieten hat. Doch was, wenn man nur wenig Platz im Garten hat? Auch für diese Herausforderung gibt es Pflanzen, die mehrmals im Jahr die Blicke auf sich ziehen – sogenannte Multitalente. Heute stellen wir euch einige Gehölze vor, die viel zu bieten haben, aber wenig Platz beanspruchen.  

Die Zaubernuss ist ein Winterblüher
Zaubernuss (Hamamelis) – Den Anfang im Gartenjahr macht die Zaubernuss, die je nach Sorte gelb, orange oder rot blüht.  Die duftenden Blüten verzaubern nicht nur uns Menschen, sondern sind im Januar und Februar erste Nektarquellen für Insekten. Übrigens der langsam wachsende Strauch ist extrem pflegeleicht, denn er muss gar nicht geschnitten werden.  Zauberhaft ist übrigen auch die schöne Herbstfärbung, die noch einmal alle Blicke auf sich zieht.
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Multitalent Kup0ferfelsenbirne mit überreicher Blütenpracht
Kupferfelsenbirne (Amelanchier lamarckii)
In vielen Parks wirkt er eher unscheinbar. Wer aber die Vorzüge des kleinen Baums, als Hausbaum für sich entdeckt hat, wird ihn nicht mehr missen wollen. Im Frühjahr besticht das Laub mit dem kupferfarbenen Austrieb, fast gleichzeitig öffnen sich die dekorativen weißen Blüten. Im Sommer entwickeln sich die Beeren, die erst rot leuchten und sich dann später violett färben. Spätestens dann ist die Konkurrenz mit den Vögeln eröffnet und ihr müsst sehen, ob ihr noch leckere zuckersüße Früchte vom sogenannten Pralinenbaum erhaschen könnt.

Prächtige Äpfelchen hat der Zierapfel Red Sentinel
Ein Zierapfel ist schon ein Must-have im Garten. Schon alleine die Blütenpracht lässt einem den Atem stocken, doch wer direkt daneben steht, kann nicht nur den Duft einatmen, sondern wird erstaunt sein, wie viele Bienen um den Baum summen. Im Herbst hat dann der Baum seinen zweiten großen Auftritt, denn dann leuchten die roten oder gelben Früchte vom Baum. Genießbar sind diese zwar nur verarbeitet, doch der Zierwert ist so hoch, dass man gar keine vom Baum nehmen möchte. Nur vielleicht einige Zweige, mit welchen man herrlich dekorieren kann. Die Früchte bleiben bis in den Winter am Baum, lediglich starker Frost, macht die Äpfelchen weich und mürbe. Damit ist dann für die Vogelwelt angerichtet.
Übrigens, wer nur einen Handtuchgarten oder einen Balkon besitzt muss nicht auf einen Zierapfelbaum verzichten, die Sorte Tina wird nur 1 bis 1,5 m hoch.
So prächtig blüht der Ranunkelstrauch.
Ranunkelstrauch (Kerria japonica)
Dieser zeigt im Frühjahr eine üppige Blütenpracht und auch während der Sommermonate erscheinen immer wieder vereinzelte Blüten. Im Winter, während rundherum ansonsten vieles kahl und graubraun ist, behalten die Ruten ihre gelbgrüne Farbe und können so auch im Winter einen attraktiven Sichtschutz bieten. Vorsicht ist etwas durch die wandernden Ausläufer geboten.
Die Sorte Nero wächst breit aufrecht, als Strauch. Seine weißen duftenden Blüten erscheinen Mitte/Ende Mai und erscheinen in Büscheln von zehn bis zwanzig Einzelblüten. Im Sommer ist er ein gutes Vogelschutzgehölz. Wusstet ihr, dass die im August reifen Früchte auch Gesundheitsbeeren genannt werden? Roh sind die Beeren aufgrund des herb-sauren Geschmacks eher ungenießbar, gekocht, getrocknet oder als Saft schmeckt Aronia nicht nur sehr lecker, sondern stärkt das Immunsystem, wirkt gegen Entzündungen  und steckt voller wichtiger Vitamine – ein wahres Superfood also. Doch auch wenn dies alleine schon ein Grund wäre, den anspruchslosen Strauch in den Garten zu holen, beeindruckt dieser im Spätsommer noch durch eine leuchtende wein- bis braunrote Laubfärbung.

Metallisch glänzende Beeren trägt die Schönfrucht, oder auch Liebesperlenstrauch genannt.
Im Frühsommer startet der Strauch mit vielen kleinen zartvioletten, fast weißen,  duftenden Blüten, die auch bei Bienen sehr beliebt sind. Das zweite Highlight zeigt das Gehölz dann im Herbst, wenn sich das Laub färbt und die violetten Beeren in den Vordergrund. Die metallisch glänzenden Früchte bleiben bis weit in den Winter im Strauch haften.  
Feuerdorn (Pyracantha)
Der Feuerdorn ist ein wichtiges Vogelschutzgehölz. An der Gartengrenze erweist er sich nicht nur mit seinen Dornen als wehrhaftes Gehölz, sondern verhindert ganzjährig mit seinem immergrünem Laub Einblicke in das Grundstück. Von Mai bis Juni ist das dunkelgrüne Laub ein schöner Farbkontrast zur weißen Blütenpracht. Im Herbst zeigt er dann einen intensiven Farbschmuck, mit je nach Sorte rot- gelb-orangefarbene Beeren. Das Gehölz ist übrigens auch gut für die Tierwelt, die Blüten ziehen Bienen und Insekten an und die Früchte schmecken unseren Vögeln.

Weitere Gestaltungstipps
Foto Rasengarten
Eine Rasenfläche lässt einen kleinen Garten optisch größer wirken. Besonders wenn die Rasenfläche nicht zu klein gewählt ist und auch am Rand schön mit Stauden und Sträucher eingerahmt ist. Ideal für einen Familiengarten, denn die Rasenfläche kann vielfältig genutzt werden. Je nachdem ob der Garten optisch schmaler oder breiter wirken soll, kann auch die Rasenfläche dann etwas breiter oder schmaler angelegt werden.
Foto Blattgarten
Hat man nur einen Garten im Mini-Format, sollte man sich überlegen, ob eine Rasenfläche tatsächlich benötigt wird. Gepflegt sieht ein Rasen nur dann aus schön aus, wenn dieser regelmäßig (im Sommer fast wöchentlich) gemäht wird. Eine größere Kies- oder Pflasterfläche lockert die Gartenansicht optisch auf und kann als zusätzliche Sitzfläche oder als Topfgarten genutzt werden. Wer auf eine “Nutzfläche” verzichten möchte und den gesamten Garten bepflanzen möchte, sollte aber darauf achten, dass nicht zu viele unterschiedliche Pflanzen gewählt werden, sonst wirkt der Garten zu unruhig.
Foto: Schattengarten
Besonders interessant wird ein Garten, wenn man den Garten nicht auf einen Blick "erfassen" kann. Je kleiner der Garten, desto schwieriger ist es aber dies mit Gartenräumen umzusetzen. Eine Lösung wäre es, diese Gartenräume nur mit niedrigen Hecken zu trennen; so wirken diese nicht eingeengt. Ideal sind hierfür Buchs oder andere niedrige wintergrüne Pflanzen geeignet, denn so ist der Garten auch im Winter attraktiv. Besonders attraktiv sind solche Einfassungen für ein Gemüse-, Rosen- oder Kräuterbeet.
  • Pergolen, in den Garten ragende Rankgitter oder auch höhere Stauden oder Gehölze schränken den Blick ein und machen neugierig auf den Rest des Gartens.
  • Höhenunterschiede machen einen Garten interessant, das gilt insbesondere für kleinere Gärten. So kann ein Hochbeet, bepflanzt mit Stauden oder Gehölzen Sichtschutz bieten. Schön ist auch ein abgesenkter Sitzplatz, der hinter einer geschützten Hecke aus Rosen, Hortensien oder niedrigen blühenden oder immergrünen Gehölzen zu einem lauschigen Plätzchen wird.
  • Hügelbeete vergrößern nicht nur die Pflanzfläche, sondern zaubern mit Stauden, Gräsern und Rosen bepflanzt auch tolle Effekte in den Garten.
  • Je kleiner der Garten, desto wichtiger ist es Blickpunkte zu schaffen. Bei zu vielen Gestaltungselementen oder Accessoires wird leicht das Gegenteil erreicht, deshalb gilt hier die Devise “Weniger ist oft mehr”.
  • Hohe Hecken können eine abgeschlossene Gartenwelt schaffen, aber engen den Garten auch ein.
  • Die Farben rot und gelb rücken optisch in die Nähe. Wenn der Garten größer erscheinen soll, als er tatsächlich ist, sollte man deshalb bei Blütenpflanzen oder Gestaltungselementen darauf achten und ggf. auf diese Farben verzichten. Helle Pastelltöne hingegen sind ideal. Kunterbunt ist tabu, denn mehr als drei Farbtöne wirken zu unruhig.
  • Kleine Bäume mit kleinen Blättern sind ideal. Achtet beim Kauf von Bäumen und Sträuchern auf die erreichbare Wuchshöhe. So vermeidet ihr unnötige Schnittarbeiten. Schmale Wuchsformen, bzw. Säulenformen sind ideal für schmale Gärten.
  • Wählt bevorzugt Pflanzen aus, die nicht nur “einen kurzen Höhepunkt” zur Blütezeit bieten können. Weitere Auswahlkriterien wären z.B. farbiges oder wintergrünes Laub, attraktive Rinde, besondere Wuchsform und Früchte im Herbst. Eine lang andauernde Blütenpracht auf wenig Fläche können dauernd blühende Rosen oder Stauden mit einer langanhaltender oder zweimaliger Blütezeit garantieren.
Unser Tipp:
Mit eingesenkten Pflanztöpfen können Bereiche im Garten variabel bepflanzt werden. Dazu zwei gleichgroße ineinander stapelbare Töpfe in die Erde versenken. Der erste dient als Platzhalter und bleibt dauerhaft im Boden. Der zweite, bzw. auch dritte wird je nach Saison bepflanzt. Im Herbst mit Frühblüher, wie Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen. Nach der Blüte im Frühjahr kann dieser Topf herausgenommen werden und an einer abgelegenen trockenen Stelle im Garten verbracht werden. Da können Tulpen und Co.  ungestört einziehen. Stattdessen wird dann ein Topf mit Sommerblumen oder nicht winterharten Pflanzen (z.B. Dahlie, Wunderblume, Fuchsie etc.) in den „Platzhaltertopf“ eingesetzt.
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