Tipps zur Gestaltung - Gartenblick

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Tipps zur Gestaltung

Hier findet ihr Gartenideen und Tipps zur Gartengestaltung.
So wird euer kleiner Garten zum Traumgarten
Ein schöner Rahmen und eine interessante Kulisse sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine perfekte Gartenansicht. In einem kleinen Garten ist dies aber sehr schwierig zu verwirklichen. Eine immergrüne Schnitthecke oder ein mit Efeu berankter Mattenzaun bilden einen platzsparenden, auch im Winter grünen Rahmen oder Hintergrund. Hohe Hecken oder auch große Bäume am Ende des Gartens oder an den Seiten sind weniger empfehlenswert, da diese den Garten tatsächlich und vor allem auch optisch verkleinern.

Die Elfenblume eignet sich gut zur Unterpflanzung unter Gehölzen
Bäume richtig unterpflanzen
Bereiche unter Bäume und Sträuchern gehören mitunter zu den problematischen Standorten. Während der Gartensaison ist dieser Bereich durch das Laubdach oft zu trocken und zu schattig. Prächtig blühende sommerblühende Stauden können so kaum gedeihen und so bleibt der Bereich meist unbepflanzt. Viel zu schade finden wir, denn auch für diesen Bereich gibt es durchaus geeignete Pflanzen. Besonders schön ist eine Kombination von wintergrünen Pflanzen, wie z.B. Elfenblume, wintergrüne Seggen und immergrüne Farne   mit Frühlingsblühern, wie z.B. Schneeglöckchen, Leberblümchen, Buschwindröschen, Wildtulpen und Bodendeckern wie Storchschnabel und Hostas. Zwischen den immergrünen Pflanzen kommen die zarten Frühlingsblüher richtig schön zur Geltung und bereits ab März können wir eine Frühlingspracht erleben. Treiben Bäume und Sträucher aus, ziehen die Frühblüher ein und Hostas und Storchschnabel bedecken den Boden.
Platz unter Bäumen in Gestaltung mit einbeziehen
Gerade bei kleinen Gärten will man auch den Platz unter Bäumen oder größeren Sträuchern nutzen, um eine üppige Bepflanzung zu erzielen. Ein nachträgliches Bepflanzen unter größeren gut eingewurzelten Gehölzen gestaltet sich oft schwierig. Wer die Fläche darunter dennoch beleben möchte, kann die Fläche mit Topfpflanzen beleben. Diese könnt ihr dann je nach Jahreszeit arrangieren. Gut geeignet hierfür sind Begonien (nicht winterhart), oder Fuchsien. Auch lassen sich sämtliche Stauden (Funkien, Storchschnabel, Frauenmantel oder Lilien) in Töpfe setzen. Zur Überwinterung solltet ihr die Töpfe allerdings vor dem Durchfrieren schützen, indem ihr diese gut verpackt zusammenstellt oder in einem leerstehenden Beet eingesenkt überwintert.
Stauden, die sich gut für die Topfpflanzung im schattigen Bereich eignen:
Stauden, die sich gut für die Unterpflanzung eignen:
Zwerg-Geißbart, Storchschnabel, Fingerhut, Heuchera, Funkie, Kleines Immergrün , Golderdbeere, Nieswurz, Akelei, Japan-Segge, Wurmfarn, Elfenblume, Glockenblume, Frauenmantel.
Weitere Informationen zu diesen Stauden findet ihr in unserem Pflanzenlexikon.
Astilben - schöne Blütenfeuerwerke für feuchte, lichtarme Standorte
Ein halbschattiger Standort mit feuchten Boden scheint im ersten Moment nicht der ideale Standort für leuchtend blühenden Stauden zu sein. Das Gegenteil ist aber der Fall, denn Astilben bevorzugen genau diese Standortbedingungen. Ein lang andauerndes Blütenfeuerwerk in verschiedenen Farben und Höhen erhält man durch geschickte Sortenwahl. Je nach Sorte erstreckt sich die Blütezeit von Juni bis September. Ideale Partner sind Farne und Akeleien. Azaleen und Rhododendren, die ebenfalls einen feuchten humosen Boden in lichtärmeren Gartenbereichen bevorzugen, blühen bereits im Frühjahr. Durch geschickte Kombinationen gelingt eine immer schöne, blühende Gartenecke.
Weitere Gestaltungstipps
Foto Rasengarten
Eine Rasenfläche lässt einen kleinen Garten optisch größer wirken. Besonders wenn die Rasenfläche nicht zu klein gewählt ist und auch am Rand schön mit Stauden und Sträucher eingerahmt ist. Ideal für einen Familiengarten, denn die Rasenfläche kann vielfältig genutzt werden. Je nachdem ob der Garten optisch schmaler oder breiter wirken soll, kann auch die Rasenfläche dann etwas breiter oder schmaler angelegt werden.
Foto Blattgarten
Hat man nur einen Garten im Mini-Format, sollte man sich überlegen, ob eine Rasenfläche tatsächlich benötigt wird. Gepflegt sieht ein Rasen nur dann aus schön aus, wenn dieser regelmäßig (im Sommer fast wöchentlich) gemäht wird. Eine größere Kies- oder Pflasterfläche lockert die Gartenansicht optisch auf und kann als zusätzliche Sitzfläche oder als Topfgarten genutzt werden. Wer auf eine “Nutzfläche” verzichten möchte und den gesamten Garten bepflanzen möchte, sollte aber darauf achten, dass nicht zu viele unterschiedliche Pflanzen gewählt werden, sonst wirkt der Garten zu unruhig.
Foto: Schattengarten
Besonders interessant wird ein Garten, wenn man den Garten nicht auf einen Blick "erfassen" kann. Je kleiner der Garten, desto schwieriger ist es aber dies mit Gartenräumen umzusetzen. Eine Lösung wäre es, diese Gartenräume nur mit niedrigen Hecken zu trennen; so wirken diese nicht eingeengt. Ideal sind hierfür Buchs oder andere niedrige wintergrüne Pflanzen geeignet, denn so ist der Garten auch im Winter attraktiv. Besonders attraktiv sind solche Einfassungen für ein Gemüse-, Rosen- oder Kräuterbeet.
  • Pergolen, in den Garten ragende Rankgitter oder auch höhere Stauden oder Gehölze schränken den Blick ein und machen neugierig auf den Rest des Gartens.
  • Höhenunterschiede machen einen Garten interessant, das gilt insbesondere für kleinere Gärten. So kann ein Hochbeet, bepflanzt mit Stauden oder Gehölzen Sichtschutz bieten. Schön ist auch ein abgesenkter Sitzplatz, der hinter einer geschützten Hecke aus Rosen, Hortensien oder niedrigen blühenden oder immergrünen Gehölzen zu einem lauschigen Plätzchen wird.
  • Hügelbeete vergrößern nicht nur die Pflanzfläche, sondern zaubern mit Stauden, Gräsern und Rosen bepflanzt auch tolle Effekte in den Garten.
  • Je kleiner der Garten, desto wichtiger ist es Blickpunkte zu schaffen. Bei zu vielen Gestaltungselementen oder Accessoires wird leicht das Gegenteil erreicht, deshalb gilt hier die Devise “Weniger ist oft mehr”.
  • Hohe Hecken können eine abgeschlossene Gartenwelt schaffen, aber engen den Garten auch ein.
  • Die Farben rot und gelb rücken optisch in die Nähe. Wenn der Garten größer erscheinen soll, als er tatsächlich ist, sollte man deshalb bei Blütenpflanzen oder Gestaltungselementen darauf achten und ggf. auf diese Farben verzichten. Helle Pastelltöne hingegen sind ideal. Kunterbunt ist tabu, denn mehr als drei Farbtöne wirken zu unruhig.
  • Kleine Bäume mit kleinen Blättern sind ideal. Achtet beim Kauf von Bäumen und Sträuchern auf die erreichbare Wuchshöhe. So vermeidet ihr unnötige Schnittarbeiten. Schmale Wuchsformen, bzw. Säulenformen sind ideal für schmale Gärten.
  • Wählt bevorzugt Pflanzen aus, die nicht nur “einen kurzen Höhepunkt” zur Blütezeit bieten können. Weitere Auswahlkriterien wären z.B. farbiges oder wintergrünes Laub, attraktive Rinde, besondere Wuchsform und Früchte im Herbst. Eine lang andauernde Blütenpracht auf wenig Fläche können dauernd blühende Rosen oder Stauden mit einer langanhaltender oder zweimaliger Blütezeit garantieren.
Unser Tipp:
Mit eingesenkten Pflanztöpfen können Bereiche im Garten variabel bepflanzt werden. Dazu zwei gleichgroße ineinander stapelbare Töpfe in die Erde versenken. Der erste dient als Platzhalter und bleibt dauerhaft im Boden. Der zweite, bzw. auch dritte wird je nach Saison bepflanzt. Im Herbst mit Frühblüher, wie Tulpen, Narzissen oder Hyazinthen. Nach der Blüte im Frühjahr kann dieser Topf herausgenommen werden und an einer abgelegenen trockenen Stelle im Garten verbracht werden. Da können Tulpen und Co.  ungestört einziehen. Stattdessen wird dann ein Topf mit Sommerblumen oder nicht winterharten Pflanzen (z.B. Dahlie, Wunderblume, Fuchsie etc.) in den „Platzhaltertopf“ eingesetzt.
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