Rasen - Gartenblick

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Gepflegter Rasen oder Blumenwiese? Rasen aussäen oder lieber Rollrasen verwenden und wie oft muss ein Rasen gemäht werden. Diese Fragen möchten wir hier beantworten und Ihnen viele weitere Tipps zum Thema Rasen geben.
Grüner Rasen
Gepflegter Rasen
oder
bunte Blumenwiese?
Blumenwiese
Ein gut gepflegter Rasen ist schön grün und dicht gewachsen. Dieser passt gut zu einem modernen Garten oder unterstreicht farbige Blumenbeete. Damit der Rasen möglichst ganzjährig einen schönen Anblick bietet, ist viel Pflege notwendig.
Wer hingegen weniger Pflege investieren möchte, Beikräuter erlaubt und Blumen wünscht, der kann sich getrost für eine Blumenwiese entscheiden.
So legen Sie einen neuen Rasen an
Bodenvorbereitung:
Eine Gründüngungseinsaat vor der Rasenanlage lockert den Boden tiefgründig und verbessert die Bodenstruktur.
Die für die Rasenaussaat vorgesehene Fläche umgraben, Unkräuter und Steine gründlich entfernen. Alten Rasen zwei Spatenstiche tief untergraben, anschließend den Boden mit einem Kultivator bearbeiten. Die so hergerichtete Fläche wird planiert, sauber abgeharkt und bleibt ca. 2-3 Wochen liegen, damit sich in dieser Wartezeit der Boden setzen und das keimende Unkraut vor der Einsaat entfernt werden kann. Tritt man beim Bearbeiten des Bodens noch in den Boden ein, muss die ganze Fläche gewalzt werden, damit später im Rasen keine Unebenheiten entstehen.
Aussaat:
Die Aussaat kann von April/Mai bis Mitte September erfolgen. Man sät bei windstillem Wetter. Um eine gleichmäßige Aussaat zu erzielen, sät man im Kreuz- und Quergang.
Die hierfür benötigte Samenmenge teilt man vorher in 2 gleiche Teile auf. An den Rändern sät man den Rasen etwas dichter, um eine feste Rasenkante zu erhalten. Das Rasensaatgut leicht einharken (0,5 -1 cm). Hierbei ist es wichtig, dass ein Großteil des Saatgutes sichtbar bleibt, da Gräser Lichtkeimer sind. Anschließend die Saat mit einer Rasenwalze oder mit einem Fußbrett andrücken.   
Gießen:
Trockenheit verzögert das Auflaufen des Saatgutes, begünstigt aber einige Unkräuter, eine regelmäßige Wasserversorgung ist daher| ratsam. Die Fläche muss in den folgenden 2-3 Wochen dauerhaft feucht gehalten werden, um ein Austrocknen zu verhindern.
Tipp: Tagsüber den Rasen mehrmals für ca. 5-10 Min. kurz beregnen, so dass die oberste Bodenschicht nicht austrocknet.
Schnitt:
Junger Rasen kann bei einer Aufwuchshöhe von 7 – 10 cm erstmals gemäht werden. Ideal ist eine Schnitthöhe von 5 cm. Danach empfiehlt sich bei einwöchigen Mährhytmus eine Schnitthöhe von
4 –5 cm, im Schattenbereich eine Schnitthöhe von 5 – 6 cm.  

Tipp: Den Rasen nicht tiefer als um die Hälfte der Aufwuchshöhe heruntermähen.

Vielen Dank an die Firma Kiepenkerl für diesen Beitrag!
Moos im Rasen Vertikutieren
Der Traum vom grünen Rasenteppich
Über den Winter sammelt sich jedoch Mulch, Moos und Filz auf dem Rasen, wodurch seine Wurzeln belastet werden und das Wachstum behindert wird. Um wieder optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen sollte man im Frühjahr seinen Rasen vertikutieren. Beim Vertikutieren handelt es sich um eine Bodenbehandlung, in dem die Grasnarbe angeritzt wird. Dadurch werden die Graswurzeln von unnötigen Belastungen befreit und die Wurzeln können Wasser und Dünger besser aufnehmen. Durch die Prozedur wird der gesamte Rasenboden besser durchlüftet und so kann der Rasen besser und dichter wachsen. Empfohlen wird beim Vertikutieren zwei Mal die Richtung zu ändern. Anschließend ist die beste Zeit einen stickstoffbetonten Dünger und ggf. Grassamen auszubringen.

Die optimale Zeit zum Vertikutieren ist Mitte des Frühjahrs. Jedoch kann auch nachträglich und zur Vorsorge, der Rasen bis in den frühen Herbst vertikutiert werden.

Unsere Tipps:
Lassen Sie einige Blumen im Rasen stehen. Gänseblümchen und Löwenzahn sehen nicht nur hübsch aus, sondern spenden auch reichlich Nektar. Eine Wildblumenwiese wäre natürlich ideal, schränkt jedoch die Nutzung stark ein. Als Alternative bieten sich kleine Wildblumeninseln an. Idealer Standort wäre um Sträucher und Bäume. Hier fühlen sich Krokusse, Schneeglöckchen, Narzissen und Schlüsselblumen besonders wohl und bieten bereits früh im Jahr etwas für die Bienen. Bei den ersten "Schnitt" lässt man diese Bereiche außen vor.  Ist dann das Laub von allen Zwiebelblühern eingezogen und sind bei den Schlüsselblumen die Samenkapseln ausgereift, kann dann auch hier gemäht werden.
Krokusse im Gras Blumeninsel
Blumeninsel unter Strauch im Rasen
Blumenrasen mit Schlüsselblumen Gänseblümchen und Löwenzahn
So legen Sie eine Blumenwiese an
Bodenvorbereitung:
Zur Aussaat der Blumenmischung sollte der Boden unkrautfrei, feucht sowie nährstoffarm sein (keinesfalls Stickstoff düngen) und einen pH-Wert von 6,5 haben. Es kann ein Misch- oder auch Sandboden sein. Umgraben, Unkräuter und Steine gründlich entfernen. Die so hergerichtete Fläche wird planiert, sauber abgeharkt und bleibt ca. 2 Wochen liegen, damit sich in dieser Wartezeit der Boden setzen und das keimende Unkraut vor der Einsaat entfernt werden kann.
Aussaat:
Die Aussaat kann von April bis September maschinell oder von Hand erfolgen.
Aufgrund der unterschiedlichen Korngrößen der verschiedenen Arten kann es zur Entmischung beim Transport kommen. Die Saat sollte vor der Verwendung gut durchmischt werden.
Um für die Aussaat von Hand eine streufähige Menge zu erhalten, vermischt man das Saatgut mit trockenem Sand. Die gleichmäßige Verteilung wird durch Kreuz- und Quersaat mit jeweils der halben Saatgutmenge erreicht. Das Saatgut ist 0,5 - 1 cm tief einzuarbeiten; anschließend wird die Fläche gewalzt.
Da für gleichmäßiges Auflaufen der Saat 6 Wochen der Boden nicht austrocknen darf, ist die Möglichkeit zur Beregnung zweckmäßig. Das Abdecken der Saat mit einem Vlies schützt diese vor extremer Witterung, unerwünschtem Vogelfraß und sorgt außerdem für ein günstiges Keimklima. Die Beregnung kann, falls notwendig, durch das Vlies erfolgen.
Die Keimung ist anfänglich oft unregelmäßig; lückige Bestände geben aber dann später keimenden Arten sowie wüchsigen Pflanzen den nötigen Raum. Häufig wird 1-2 Monate nach der Aussaat ein Reinigungsschnitt notwendig. Die ein- und zweijährigen Arten der Mischung sorgen für schnelle Deckung des Bodens und für Blüten im ersten Jahr.

Sofern eine Aussamung dieser schnellblühenden Arten nicht möglich ist, verschwinden sie vollständig und werden von den ausdauernden Arten abgelöst. Dann dominieren die der Pflege und dem Standort entsprechenden Pflanzen, wobei eine ständige Veränderung zu beobachten sein wird. Zur Pflege sind zwei Schnitte pro Jahr durchzuführen; einer, bevor die Blumenknospen durchschieben und ein zweiter nach der Hauptblüte im Spätsommer. Nicht zu tief abschneiden, da der Vegetationspunkt der Zweikeimblättrigen erhalten bleiben muss.
Um dem Wunsch nach Blüten weiter zu entsprechen, sind Blumenzwiebeln zum Verwildern eine geeignete Ergänzung zur Saatgutmischung.

Hierfür eignen sich speziell Wildtulpen, Botanische Narzissen, Wildkrokusse,
Chionodoxa, Fritillaria meleagris, Eranthis, Scilla und verschiedene Allium-Arten an.
Vielen Dank an die Firma Kiepenkerl für diesen Beitrag!
Unsere Tipps:
Wenn Ihre Blumenwiese nicht so richtig blüht, wurden die Blütenpflanzen oft von den Gräsern verdrängt. Ein Nachsäen bringt oft nicht den gewünschten Effekt. Besser ist es den Blumensamen (ohne Gräsersamen) gesondert auf ein Beet zu säen und wenn die Blumen entsprechend groß sind in die Wiese einpflanzen.
Sie möchten einen gepflegten, strapazierfähigen Rasen und eine Blumenwiese? - Teilen Sie Ihren Rasen in verschiedene Bereiche auf:
Dazu können Sie zwei größere Bereiche wählen und den entsprechenden Bereich für die Blumenwiese mit einem Weg oder Rasenkante abtrennen.
Oder Sie lassen um Bäume und Sträucher kleine Inseln entstehen. In diesen Bereichen säen oder pflanzen Sie die gewünschten Blumen ein und mähen diese Inseln nur 2 -3 Mal pro Jahr.
Wohin mit dem Rasenschnitt?
Rasenschnitt ist kein wertloser Abfall. Statt diesen in den nächsten Wertstoffhof zu bringen, können Sie den Grasschnitt wieder in den natürlichen Kreislauf bringen. Das hilft den Boden lebendig zu erhalten. Am einfachsten geschieht dies durch Mulchen. Bringen Sie auf Baumscheiben und im Gemüsegarten eine dünne Schicht davon auf. Regenwürmer und Kleinstlebewesen in der oberen Bodenschicht holen sich diese organische Nahrung und verwerten diese. Dadurch bleibt der Boden locker und wird gleichzeitig wieder mit Nährstoffen versorgt. Sie sollten aber darauf achten, dass Rasenschnitt dünn aufgetragen wird, damit er nicht zu faulen beginnt. Das Mulchen hilft zudem den Boden feucht zu halten und das Aufkeimen von Beikräutern zu unterdrücken.

Übrigens viele Gartenfreunde berichten von positiven Erfahrungen eines Mulchmähers. Dieser hat den Vorteil, dass kein Grasschnitt anfällt, der abgeräumt werden muss. Das Schnittgut wird in einem Arbeitsschritt so stark zerkleinert, dass es direkt vor Ort verbleiben kann. Dies führt dazu, dass dadurch die dem Boden entzogenen Nährstoffe in einem Arbeitsgang wieder zugeführt werden. Damit erübrigt sich auch das Düngen des Rasens, was vor allem für Hundehalter oder einem Haushalt mit Kindern sehr von Vorteil ist. Einen Wermutstropfen konnten wir aber bisher ausmachen, der Rasen muss häufiger gemäht werden und für eine Blumenwiese ist diese Methode kaum geeignet.
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