Natur im Garten - Gartenblick

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Natur im Garten

Was ist ein Naturgarten und worin unterscheidet er sich vom konventionellen Ziergarten?
Ein Naturgarten wird oft zu Unrecht abschätzig als Wildnis bezeichnet. Ziel im Naturgarten ist es ein stabiles ökologisches Gleichgewicht zu schaffen. Deshalb wird er in der Regel von den natürlichen Gesetzmäßigkeiten der Natur bestimmt. Wer sich für einen natürlichen Garten entscheidet, möchte aber sicherlich nicht nur einen von der Natur bestimmten Landstrich, sondern möchte diesen selbst gestalten und als Erholungsraum nutzen. Streng genommen gibt es daher kaum Naturgärten, sondern vielmehr möglichst naturgetreue Gärten, in dem Mensch und Natur im harmonischen Einklang stehen.
Wir können die Welt ein wenig verbessern, wenn wir grün denken.
Ab sofort finden Sie bei uns Tipps, wie Sie im eigenen Garten dazu beitragen können:
Regentonnen müssen nicht direkt am Haus stehen und können trotzdem automatisch befüllt werden.
Sammeln Sie Regenwasser. Das schont die Umwelt, spart Wasserkosten und ist für die Pflanzen meist noch verträglicher als Trinkwasser aus dem Hahn.
Übrigens Regentonnen können so an das Ablaufrohr der Regenrinne angeschlossen werden, dass sich die Regentonne automatisch befüllt und bei voller Tonne das Wasser wieder durch den üblichen Ablauf fließt. Dabei muss die Regentonne nicht zwangsläufig direkt am Haus stehen.
Kleiber suchen nach Insekten.
Schaffen Sie Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere. Unterschlupf und Nahrung finden die Tiere in einem naturnahen Garten und im Gegenzug helfen Ihnen einige davon bei der Schädlingsbekämpfung.
Die Schlüsselblume ist eine heimische Pflanze
Bevorzugen Sie heimische Pflanzen, denn diese bilden Lebensgrundlage für verschiedene Tiere und kommen mit den hiesigen Klimabedingungen gut zurecht.
Teller mit verschiedenen Beeren
Obst- und Beerensträucher laden zum gesunden Naschen ein. Damit haben Sie frische und pestizidfreie Lebensmittel. Es fallen keine Transportwege und Verpackungsmüll an. Wählen Sie die Pflanzen so, dass Sie über die gesamte Saison ernten können, jedoch von einer Obstschwemme verschont bleiben.
Hortensie im Plastikübertopf
Kunststoffgefäße sind um ein vielfaches leichter als vergleichbare Ton- oder Keramiktöpfe. Wer deshalb auf Kunststoffe zurückgreift, sollte nur frost- und uv-beständiges Material wählen. Zeigen sich an Kunststoffteilen erste Brüche oder Risse, sollte man den Gegenstand gleich entsorgen, bevor kleine Stücke abbrechen und im Boden landen.
Sitzplatz im Schatten
Pflanzen Sie einen Baum, denn dieser speichert nicht nur jede Menge Kohlendioxid, er verbessert auch das Kleinklima im Garten. Einen Sitzplatz im Schatten des Baumes werden Sie in heißen Sommern nicht mehr missen möchten. Achten Sie bei der Auswahl aber auf die endgültige Wuchshöhe.

Düngen mit Beinwell
Kunstdünger muss energieintensiv hergestellt und transportiert werden. Deshalb besser zu organischen Dünger greifen, damit reichert sich der Boden auch mit Humus an.  
siehe auch Beitrag unten
Schnüre aus Naturmaterialien statt Kunststoffschnüre
Verzichten Sie möglichst auf Plastik, vor allem auf Kunststoff-Schnüre, Mulch- und Schutzfolien aus Kunststoff und Planen aus Bändchengewebe. Blumentöpfe, Schutzhauben und Plastiksäcke sollten im Winter über nicht draußen aufbewahrt werden. Kleine Kunststoffteile im Garten immer gleich entsorgen, da diese mit der Zeit immer kleiner werden, der Boden diese aber nicht abbauen kann.
Naturgetreuer, naturnaher oder naturfreundlicher Garten - Die Ansichten über einen Naturgarten gehen oft stark auseinander. Folgende Merkmale sollten aber alle 'Naturgärten' erfüllen:
  • Anlage und Pflege des Gartens erfolgt nach ökologischen Gesichtspunkten
  • Vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen
  • Standortgerechte, möglichst auch landschaftstypische Bepflanzung
Natürliche Gartengestaltung mit selbstaussäenden Pflanzen
Wer seinen Garten jedes Jahr neu entdecken möchte und eine preisgünstige Gartenbepflanzung sucht, sollte für die Gartenbepflanzung viele selbstaussäende Pflanzen wählen. Das Grundgerüst der Gartengestaltung wird mit Sträuchern, Gräsern, immergrünen Pflanzen und Solitärstauden gelegt. Diese strukturieren den Garten und verleihen dem Garten auch im Winter ein ansprechendes Aussehen. Dazwischen dürfen sich selbstaussäende Pflanzen ausbreiten und jedes Jahr neu das Gartenbild gestalten.
Ideal hierfür sonnige Standorte sind Kiespflanzungen, denn Kies ist das ideale Saatbeet für viele selbstaussäende Pflanzen, wie z.B. Katzenminze, Steinnelke, Goldmohn, Patagonisches Eisenkraut (Verbena boariensis), Königskerze, Moschusmalve und Nachtkerze.
Für halbschattige Bereiche eignen sich Vergissmeinnicht, Mutterkraut, Akelei, Judassilberling, Nachtviole, Lerchensporn und Gauklerblume. Eine Mulchschicht aus Hackschnitzeln hält den Boden feucht und locker.
Blumenwiese
Üppig blühende Blumenwiese
Viele Naturgartenbesitzer wünschen sich eine üppig blühende Blumenwiese. Doch nach dem Aussäen der Blumenwiese folgt meist die Ernüchterung. Das Gras gedeiht prächtig, von den Blumen ist aber nicht viel zu sehen. Das liegt daran, dass Gräser die Blumen verdrängen. Damit dies nicht geschieht, sollten Sie bei einer Neuanlage immer zuerst die Blumen und wenn diese bereits als Jungpflänzchen stehen erst die Gräser aussäen.
Als Blumen eignen sich z.B. Gewöhnliche Schafgarbe, Kriechender Günsel, Gewöhnliche Grasnelke, Gänseblümchen, Wiesenglockenblume, Wiesenschaumkraut, Wiesenstorchschnabel, Orangefarbenes Habichtskraut, Wiesenmargerite, Echte Schlüsselblume, Wiesensalbei, Rote Lichtnelke und natürlich auch Zwiebelblumen, wie z.B. Schneeglöckchen, Blaustern, Krokus, Narzissen, Traubenhyazinthen und Herbstzeitlose.
Natürlicher Gartenbereich
Es muss nicht von Anfang an ein perfekter Naturgarten angelegt werden. Gerade für Gartenneulinge ist es wichtig erst die ökologischen Zusammenhänge zu begreifen. Bei bereits vorhandenem Garten genügt es erst einen Teilbereich umzuwandeln. Dort kann man dann gut beobachten, welche Pflanzen sich von selbst ansiedeln.
  • Kalk- und Ziegelschutt kann in einer Ecke gesammelt werden und mit etwas Erde zu einem Kalkhügel aufgeschüttet werden. Bald werden sich dann die ersten kalkliebenden Pflanzen von selbst einfinden.
  • Im Anschluss an eine Hecke oder Gehölzgruppe kann ein breiter Streifen für eine Blumenwiese belassen werden, auf der bald Wiesenmargeriten, Schafgarbe, Glockenblume, Wiesenstorchschnabel wachsen.
  • Damit zur restlichen Grasfläche eine Abgrenzung erfolgt, können Sie z.B. einige Baumstämme hinlegen. Diese können als zusätzliche Sitzfläche genutzt werden und bieten zudem Kleinstlebewesen Unterschlupf.
Beinwell
Comfrey /Beinwell
Diese Pflanze ist für den Biogärtner unentbehrlich. Anspruchslos wächst sie in jedem Gartenboden und steht dem Gärtner als Mulchmaterial, als Pflanzenstärkungsmittel und als Grundstoff zur Düngeherstellung zur Verfügung. Und wenn dem Gärtner die Knochen weh tun, hilft eine Salbe aus Beinwell-Wurzel. Beinwell blüht ab Mai und wird auch von gerne von Hummeln und anderen Insekten besucht. Die Pflanze breitet sich im Garten zwar von alleine aus, jedoch nie so, dass sie lästig wird. Wir empfehlen dennoch ein Plätzchen abseits von Gemüsebeeten und das regelmäßige Entfernen der Samen. Die Blätter eignen sich ideal als Mulchmaterial im Gemüsegarten. Damit wird der Boden vor dem Austrocknen geschützt und das zersetzende Material versorgt die Pflanze gleich mit Nährstoffen. Getrocknete kleingeschnittene Blätter können auch direkt mit ins Pflanzloch gegeben werden.
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