Wasser im Garten - Gartenblick

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Wasser im Garten

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Wasser ist eines der spannendsten Elemente im Garten. Ein Gartenteich, ein Sprudelstein, Bachlauf oder ein Wasserbecken gehört deshalb für viele Gartenbesitzer unbedingt in den Garten.
Klares Wasser im Gartenteich
Sauberes Wasser dank Armleuchter-Alge und weiterer Pflanzen
Hornkraut, Nadelsimse und Armleuchteralge nehmen viele Nährstoffe auf und geben Sauerstoff an das Wasser ab. Dadurch wird der Teich geklärt. Die Armleuchteralge entzieht dem Wasser zudem Nitrate und ist somit ein echter Algenkiller. Allerdings mit dem Nachteil, dass diese schnellwüchsige filigrane Unterwasserpflanze auch selbst zum Problem werden kann, sich sehr stark ausbreitet und damit anderen Pflanzen Nährstoffe entzieht.
Unser Tipp:
Pflanzt die Armleuchter-Alge niemals direkt im Gartenteich aus, sondern positioniert diese nur in einem gesondertem Topf im Gartenteich.

Gartenteich
Mit der Anlage eines Gartenteiches schaffen wir Lebensräume für viele Tier- und Pflanzenarten. Ein solcher Naturteich kann mit fertigen Bauteilen oder auch aus Folie erstellt werden. Für lange Freude am Wasser im Garten haben wir für euch diese Tipps:
  • Wählt den Standort sorgfältig aus. Der Teich sollte an einem möglichst sonnigen Platz liegen und verzichtet im Randbereich auf Bäume und Sträucher mit starkem Laubfall.
  • Ein Teich stellt ein Sicherheitsrisiko für kleine Kinder dar. Spezielle Gitter können helfen Kinder vom Hineinfallen zu bewahren. Allerdings wird dieser Teich an seiner Attraktivität einbüßen. Besser wäre es in diesem Fall auf einen Teich, nicht aber auf Wasser im Garten zu verzichten.
  • Eine natürliche Bepflanzung und Gestaltung lässt sich erreichen, wenn die Ufer flach auslaufen. Bedeckt die Folie im Uferbereich mit Kieselsteinen. Ein alter, dicker Ast, der halb ins Wasser ragt, ist nicht nur ein Hingucker, sondern er dient auch als zusätzliche Ausstiegshilfe für ins Wasser gefallene Tiere.
  • Um Pflanzen und Tiere frostgeschützt zu überwintern, sollte der Teich an einer Stelle mindestens 60 cm tief sein.
  • Bepflanzt die Uferbereich dicht mit Sträucher, Schilf, Rohrkolben, Gräser und Stauden. Lasst aber an einer Stelle freie Sicht zum Beobachten der Tiere, oder um einen Sitzplatz einzurichten.
  • Auf natürliche Weise lässt sich das Wasser mit Pflanzen und Tieren klären. Bei Pflanzen haben sich die überwinterungsfähige Krebsschere, die Wassernuss und die nicht winterharte Wasserhyazinthe sowie Muschelblume bewährt. Diese Pflanzen entziehen dem Wasser die Nährstoffe und sorgen so für klares Wasser.
  • Eine natürliche Filteranlage könnt ihr mit der Gewöhnlichen Teichmuschel ansiedeln. Diese Muscheln brauchen keinerlei Pflege, müssen aber in Symbiose mit dem Bitterling leben, um sich zu Vermehren. Absterbende Pflanzenreste, die das Wasser zusätzlich mit Nährstoffen anreichern, werden von einheimischen Fluss- oder Edelkrebsen verzehrt. Elritzen (kleine Fische, die Mückenlarven, Algen und Plankton fressen) oder Posthornschnecken helfen zusätzlich dem Teich vor Algen zu schützen und das Wasser zu klären.
  • Ebenfalls unterstützend bei der Klärung des Teichwassers wirkt ein Bachlauf. Durch das Umpumpen wird das Wasser mit Sauerstoff angereichert und gesäubert. Besonders natürlich wirkt so ein Bachbett, wenn die Folie komplett mit Kies belegt wird, oder man zur Herstellung spezielle Steinfolie oder vorgefertigte Schalen einsetzt.

Gartenteich
Wandbrunnen
Bachlauf
Alternativen zum Gartenteich
Auch ohne Gartenteich muss man nicht auf Wasser im Garten verzichten. Wir zeigen euch einige Alternativen, die für Kinder ungefährlich sind oder den Pflegeaufwand gering halten.
  • Ein Bachlauf, der in einem kleinen Becken oder Kiesbeet endet, ist eine gute Alternative zum Gartenteich. Später, wenn die Kinder größer sind, kann man erweitern und einen Gartenteich anlegen, in dem das Wasser des Baches fließt. Allerdings ist der Bau eines solchen Bachlaufes nicht ganz einfach. Wichtig ist, dass die Quelle höher liegt. Man rechnet pro Meter Bachlauf etwa 3 cm. Das Wasser muss vom Endpunkt mit Pumpe und Schlauch wieder nach oben transportiert werden. Während man für den unter der Erde versteckten Schlauch die kürzeste Strecke zwischen Pumpe und Quelle suchen sollte, sieht ein Bach in sanften Bögen am schönsten aus.
  • Wer mehr an wasserliebenden Pflanzen interessiert ist, kann sich ein Sumpfbeet oder eine Feuchtwiese anlegen. Neben den Pflanzen werden sich auch Insekten und anderes Getier einfinden. Für ein Sumpfbeet hebt die entsprechende Fläche ca. 25-50 cm tief aus. Kleidet die Fläche mit Folie aus, füllt diese mit Teicherde und bepflanzt die Mulde mit Sumpfdotterblume, Trollblume, Wieseniris, Segge, Pfeifengras, Sumpfgladiole und ähnlichem. Achtet vor allem im Sommer darauf, dass das Sumpfbeet nie austrocknet.
  • Eine Feuchtwiese wird normalerweise nur im Frühling überflutet. Wenn ihr diese Wiese so anlegt, dass das Regenwasser aus den Dachrinnen eingeleitet wird, flutet dies die Wiese mehrmals im Jahr. Damit leistet ihr einen wertvollen Beitrag zur Grundwassererhaltung. Diese Feuchtwiese wird nicht mit Folie unterlegt. Wachsen könnten hier Trollblumen, Wiesenschaumkraut, Bärlauch, Aronstab und viele mehr.
  • Plätschersteine oder Fontänen tragen zu einem besseren Klima auf warmen Terrassen bei und wirken sehr entspannend.
Idee - Sommerteich
Es muss nicht gleich ein Gartenteich sein. Stellt vor einem Papyrus im Blumentopf zwei mittelgroße Schalen, deren Boden ihr mit blauen Glasnuggets ausgelegt. Mit Wasser aufgefüllt bieten die Schalen für Muschelblume und Schwimmfarn genügend Platz und uns einen schönen Blickfang auf der Terrasse. Im Herbst wird der Papyrus dann wieder ins Haus geholt und auch Schwimmfarn und Muschelblume müssen bei ca. 15 °C, am besten in einem kleinen Aquarium an einem hellen Platz, überwintern.
Unser Tipp:
Miniteiche sind gleichzeitig gute Vogel- und Insektentränken. Ein kleiner Miniteich genügt dazu. Er sollte jedoch mindestens 15 bis 20 cm tief und einen Durchmesser von 30 cm haben. Bitte regelmäßig Wasserstand kontrollieren und ggf. Wasser zugeben.
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