Zierpflanzen - Gartenblick

Direkt zum Seiteninhalt

Zierpflanzen

Auf dieser und den nachfolgenden Seiten findet ihr viel Wissenwertes über Zierpflanzen im Garten - beispielsweise die richtigen Pflanzen für den eigenen Garten, welche Kombinationen möglich sind und vieles mehr.
Das attraktive Berggras bringt farbige Akzente in schattigere Gartenecke
Auswahl - Gräser für den lichten Schatten
Das Japangras (Hakonechloa macra), Bergras oder Zwergschilfgras genannt ist ein Gras, das sich gut für den Gehölzrand eignet. Humose und nahrhafte Erde sind von Vorteil. An halbschattigen oder absonnigen feuchten Lagen gedeiht es am besten. Je sonniger es steht, desto kühler und feuchter sollte der Standort sein. Das Gras treibt spät aus, entwickelt dann aber schöne Horste, die sich gut zur Randbepflanzung oder als Bodendecker eignen. Das Goldjapangras mag es grundsätzlich etwas sonniger und bietet mit seiner schönen Blattfärbung einen besonderen Blickpunkt.
Giersch wirksam bekämpfen
Dichte Bepflanzung schützt weitgehend vor Unkraut. Doch wenn sich Giersch ansiedelt, sollte man umgehend handeln. Um Giersch wirkungsvoll zu bekämpfen, sollte dieser keinesfalls abgeschnitten, abgehackt oder ausgerupft werden. Jedes Wurzelstück, das im Boden verbleibt, wird wieder austreiben. Deshalb sollte man versuchen möglichst viele der Wurzelausläufer zu entfernen. Da diese aber leicht abbrechen, muss der Boden gut gelockert werden. Zwischen Stauden und Zwiebelblumen ist dies nicht so einfach. Bewährt hat sich deshalb die Gartenkralle. Durch leichte Drehbewegungen wird die Erde gelockert. Bei dichter Bepflanzung eignet sich eine kleine Handgartenkralle – so bleiben Stauden und Zwiebelblumen selbst bei enger Bepflanzung unbeschädigt und die Gierschpflanzen können mitsamt den Wurzelausläufern aus dem Boden gezogen werden.

Giersch bekämpfen vorher-nachher
Giersch zwischen Stauden gut bekämpfen
Unser Tipp:
Regelmäßig aufkeimendes Unkraut entfernen, spart Zeit, da die ausbreitungswütigen Beikräuter zu wenig Zeit haben sich zu vermehren.  
bienenfreundliche, violett blühende Staude
Katzenminze
Die graulaubige Katzenminze Nepeta x faassenii  bevorzugt einen sonnigen, trockenen Standort. Dort fängt sie bereits Anfang Mai an zu blühen. Wird die Pflanze nach der ersten Blüte stark zurückgeschnitten, folgt in Kürze die nächste Blüte. Wird die Pflanze in Gruppen angepflanzt, kann man immer abwechselnd einige Pflanzen zurückschneiden, so blühen stets einige Pflanzen in der Gruppe, die sehr gerne von Bienen und Hummeln besucht werden.  
Übrigens die Katzenminze samt sich selbst aus, ein Rückschnitt gleich nach der Blüte verhindert ein zu starkes Ausbreiten.
Der Bloombux oder Blühbux ist eine gute Alternative zu Buchs
Bloombux zweimal schneiden
Viele Einfassungen aus Buchs sind dem Buchsbaumzünsler und Pilzkrankheiten zum Opfer gefallen. Für niedrige Einfassungen sind Bloombux-Hecken eine ideale Alternative. Die immergrüne Rhododendron-Art punktet zudem noch mit attraktiven kleinen Blüten im Frühjahr. Zahlreiche Insekten werden von den Blüten angezogen. Nach der Blüte ist Zeit für den ersten Schnitt. Ende Juli sorgt ein zweiter Schnitt für einen kompakten Wuchs.
So blüht euer Lavendel prächtig
Boden, Standort und Pflege entscheiden über Blütenfülle und Pflanzengesundheit. Erste Regel, der Lavendel ist ein absolutes Sonnenkind. Im Schatten werden die Triebe weich und damit anfällig für Blattläuse. Falsch wäre es auch Lavendel in einen schweren Boden zu pflanzen oder mit Rindenmulch abzudecken, da dieser zu viel Säure an den Boden abgibt. Lavendel ist eine kalkliebende Pflanze und bevorzugt einen durchlässigen Boden. Ist der Boden zu schwer, hilft es die Erde im Pflanzloch mit Sand zu vermengen.  
Lavendel zählt zu den Heil- und Gewürzpflanzen, die eher einen mageren Boden bevorzugen. Verzichtet also auf großzügige Düngergaben und schneidet die Pflanze regelmäßig zurück, dann werdet ihr mit kompakten Pflanzen und reicher Blüte belohnt.
insektenfreundlicher mediterrraner Lavendel
Unser Tipp:
Habt ihr schon mal etwas vom Nachblüteschnitt gehört? Dieser fördert frischen Blattaustrieb und rechtzeitige Blütenbildung im nächsten Jahr. Diese Pflanzen solltet ihr wie folgt scheiden:
  • Lungenkraut - Totalrückschnitt, beugt Mehltaubefall vor
  • Pfingstrose - nur abgeblühte Stängel entfernen
  • Lilien – Samenkapseln entfernen
  • Indianernessel – Totalrückschnitt, beugt Mehltaubefall vor
  • Gelenkblume – Totalrückschnitt für schöne, kräftige Blattrosetten

Nachtkerze mit Ziersalbei
Hortensienblüte
Clematisblüten in Pink und Violett
violett blühende Polsterglockenblume
Probleme mit Buchs?
Der Buchs sieht nicht mehr schön aus? Haben Buchsbaumpilz oder gefräßige Buchsbaumzünsler den Buchs zu einer unansehnlichen Pflanze verwandelt? Dann gilt es jetzt über Alternativen nachzudenken.
Für größere nicht beschnittene Exemplare gibt es genügend interessante immergrüne Alternativen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Löffelilex (Ilex crenata 'Convexa'), Kirschlorbeer oder Japanischer Säulenilex. Sollen die Pflanzen in Form gebracht werden, eignen sich Eiben sehr gut. Eiben sind anspruchslos, frosthart und lassen sich sehr gut in alle möglichen Formen schneiden. Da Eiben schlafende Augen entwickeln, treiben diese auch im unteren Bereich auch immer wieder aus. Eiben können sowohl an sonnigen Standorten als auch in schattigen Bereichen gut eingesetzt werden.
Buchs ist für niedrige Einfassungen sehr beliebt, auch kleine Kugeln und Kegel lassen sich mit Buchs gut formen. Eiben hierfür einzusetzen scheint schwierig, denn diese können nicht auf Dauer sehr niedrig gehalten werden. Welche niedrig bleibenden Pflanzen können alternativ gepflanzt werden? Wir haben uns verschiedene Pflanzen angesehen und teilweise auch getestet.

Immergrüne Heckenmyrthe "Maigrün" - Jahreszuwachs zwischen 10 und 15 cm, Wuchshöhe ca. 1 m, bogig überhängend wachsend.
Bei vielen Anbietern wird die Pflanze für alle Standorte empfohlen und als sehr wüchsig und winterhart beschrieben. Andere Anbieter verweisen darauf, dass diese nur bedingt winterhart ist. Immergrüne Pflanzen sind gerade an Standorten, die nicht windgeschützt sind, von Frostschäden bedroht. Sonne und Wind tragen hier besonders zum Austrocknen bei, es ist daher auch im Winter auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. Bei uns hatte die Pflanze an einem trockenen Standort eher einen langsamen Wuchs, erst im dritten Jahr war ein deutlicher Zuwachs erkennbar. Es scheint dann aber so zu sein, dass die Pflanze dann sehr kräftig wächst und als Hecke ca. 3 Mal jährlich geschnitten werden muss.
Zwergberberitze "Nana".
Diese Pflanze hat Blätter wie der Buchs, ist winterhart, immergrün, anspruchslos und absolut schnittverträglich - hat kaum Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen, bringt Blüten und Früchte hervor, hat aber Dornen.
Niedriger Bergilex, Buchs-Ilex "Stokes" (Ilex crenata) hat ebenfalls buchsbaumähnliches, mittel bis dunkelgrünes glänzendes Laub, wächst dicht und langsam. Die Pflanze entwickelt keine Stacheln oder Dornen und als männliche Sorte trägt diese auch keine Beeren. Ilex bevorzugt einen durchlässigen humosen Boden, Staunässe ist zu vermeiden. Für Sonne oder im Halbschatten ist diese Pflanze gut als Buchsersatz geeignet.
Wächst dicht gedrungen, soll gesünder sein als Buchsbaum, hat eine gute Schnittverträglichkeit und ist wenig anfällig für Pilzerkrankungen. Allerdings kann es in kalten Wintern (also für Süddeutschland, Schweiz und Österreich nicht zu empfehlen) zu Frostschäden kommen. Die Pflanze bevorzugt leicht saure Böden, auf kalkhaltigen oder schweren Böden wächst Ilex schlecht.
Ilex crenata 'Glorie Gem'
Dieser Ilex ist ebenfalls eine kleinwüchsige Sorte, die sich gut für Einfassungen eignet. Allerdings ist diese Sorte etwas frostempfindlicher als Buchs und benötigt ebenfalls humose, lockere Erde in einem leicht sauren Boden.
Ilex crenata 'Dark Green' oder Ilex Crenata "Dark Star"
Beides sind kräftig wachsende Sorten, die von vielen als Buchbaumersatz empfohlen werden. Beide sind sehr schnittverträglich, stadtklimafest und sehr winterhart. Ungeschnitten werden die Pflanzen bis zu 2,5 m hoch werden. Ansonsten gilt für alle Ilex gleichermaßen, dass diese leicht sauren Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugen. Dark Star reagiert auch etwas empfindlich auf Hitze und Trockenheit

Getestet haben wir Ilex crenata "Dark Green" an zwei unterschiedlichen Standorten. Dazu können wir bestätigen, dass die Pflanzen an schattigen Standorten weniger gut wachsen; große Probleme bereitet ein schattiger und trockener Standort.
Euonymus japonicus "Green Spire" oder 'Green Rocket'
Euonymus japonicus ist ein immergrüner Strauch. Mit seiner aufrechten, mehrtriebigen und dicht straff aufrechten Wuchsform ähnelt er sehr dem Habitus des Buchsbaums. Er läßt sich gut beschneiden und eignet sich für niedrige Hecken.
Das Laub ist dunkelgrün und stark glänzend und der Austrieb hellgrün. Er ist für alle Lichtverhältnisse von sonnig bis halbschattig geeignet, allerdings kann es bei kalten und vor allem austrocknenden Winden zu Erfrierungen kommen.

Euonymus fortunei 'Radicans'
Euonymus fortunei ist frosthärter als Euonymus japonicus. Er lässt sich gut beschneiden und eignet sich für sehr niedrige Einfassungen bis 30 cm, allerdings kann er mithilfe langer Triebe und Haftwurzeln auch bis 3 m in die Höhe klettern. Die mittelgrünen Blätter sind bis zu 3 cm lang. Die Pflanze gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Für eine flächige Bepflanzung oder zur Begrünung einer Wand zu empfehlen, für Einfassungen und als Buchsersatz ist diese Pflanze weniger geeignet.

Niedrige Eibe (Taxus baccata) 'Renke’s Kleiner Grüner' ist eine langsam breitbuschig wachsende Eibensorte.
Sie ist schatten- und windverträglich, absolut winterhart, wächst sehr dicht und läßt sich gut beschneiden. Gerade für kalkhaltige Böden ist diese Eibe eine sehr gute Alternative zu Buchs. Sie eignet sich für niedrige Hecken, Beetumrandungen, flächige Bepflanzungen und Grabbepflanzung, aber auch als Formgehölz im Pflanzgefäß. Bei unserem Test konnten wir auch eine gute Trockenheitsverträglichkeit feststellen. Die Pflanze wird kaum von Krankheiten oder Schädlinge befallen und ist daher äußerst robust. Besonders schön ist auch die Färbung. Im Herbst und Winter färben sich die Nadeln leicht bronzefarben, im Frühjahr besticht die Pflanze mit einem frischgrünen Austrieb, der im Laufe des Sommers zu einem dunklem grün wechselt. Der Jahreszuwachs beträgt etwa 15 cm. Unbeschnitten kann die Pflanze etwa eine Höhe von 1,25 m erreichen.

Für einen kalkhaltigen Boden ist diese Eibe unser Favorit.
Weitere interessante Themen:
Pflanzenporträt: Pflanzenneuheit oder bewährte Pflanze – hier findet ihr Pflanzenporträts.
Schöne Kombinationen: Finde die richtigen Partner für deine Pflanzen.
Stauden: Tipps zu pflegeleichten und winterharten Pflanzen
Kletterpflanzen: Immergrüne oder blütenreiche Wände – entdecke die Vielfalt der Kletterpflanzen.
Rosen: Wissenswertes über die Königinnen der Gartenpflanzen.


Zurück zum Seiteninhalt