Zierpflanzen - Gartenblick

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Zierpflanzen

Auf dieser und den nachfolgenden Seiten finden Sie viel Wissenwertes über Zierpflanzen im Garten. So finden Sie die richtigen Pflanzen für Ihren Garten, erfahren welche Kombinationen möglich sind und vieles mehr.
Pfingstrose Blüte
Pflanzzeit für Pfingstrosen
Im September ist Pflanzzeit für Pfingstrosen. Die Pflanztiefe ist richtig, wenn die Knospen lediglich mit ca. 3 cm Erde bedeckt sind. Werden die Wurzelstöcke der Pfingstrosen zu tief gesetzt werden, bleibt die Blüte aus oder die Pflanzen blühen nur spärlich. Damit Pfingstrosen im nächsten Jahr prächtig blühen, muss auch kräftig gedüngt werden, da diese einen hohen Nährstoffbedarf haben.
Unser Tipp:
Wer etwas für Biene und Co etwas tun möchte, sollte auf halbgefüllte Sorten zurückgreifen. Hierzu wird man bei den Itoh-Hybriden fündig. Das sind Kreuzungen von Stauden- und Baumpäonien, die aber im Herbst, wie die Staudenpäonien, größtenteils einziehen. In milden Wintern kann aber auch etwas Holz stehen, aus welchem die Pflanzen dann neben den Bodentrieben ebenfalls austreiben. Ihre sehr großen, meist locker halbgefüllten Blüten ähnelten den Blüten der Baumpäonien. Der Blütenflor erstreckt sich meist über mehrere Wochen.
langlebige pflegleichte Wildtulpen
Pflanztipp: Pflegeleichte, langlebige Wildtulpen
Obwohl winterhart, verschwinden Tulpen immer wieder aus dem Garten. Sind Wühlmause nicht schuld daran, sind es die Standortbedingungen. Tulpen möchten nämlich im Sommer einen sehr trockenen Standort. Deshalb sollten Tulpen auch im Frühjahr aus der Erde genommen, trocken aufbewahrt werden und erst wieder im Herbst in die Erde kommen. Dies ist mitunter sehr aufwändig. Pflegeleichter sind da Wildtulpen. Diese können einmal gesetzt in der Erde verbleiben und vermehren sich sogar noch. Die meist zwergwüchsigen Tulpen fühlen sich an sonnigen, warmen Plätzen mit durchlässiger Erde am wohlsten.
Unser Tipp:
Bei lehmigen Boden empfehlen wir das Pflanzloch großzügig auszuheben und Sand als Drainage einzuarbeiten.
Frühblüher für Bienen und Hummeln Krokusse
Frühblüher für Bienen und Hummeln pflanzen
Nach der Winterruhe brauchen Bienen und Hummeln Kraft um zu überleben und ihre Nachkommen zu versorgen. Daher ist es wichtig möglichst viele Frühblüher in den Garten zu setzen, die zeitig Nahrung und Pollen bieten. Während Tulpen kaum etwas für die Insekten bieten können, begeistern Schneeglöckchen, Krokusse, Schneestolz und Traubenhyazinthen nicht nur mit ihrem Anblick sondern punkten auch bei Insekten. Deshalb jetzt genügend Frühblüher in die Erde. Der beste Standort ist in der Nähe von Laubgehölzen, denn da profitieren sie vom Laubfall. Ansonsten eher sonnig und an einer Stelle, an der sie möglichst ungestört wachsen und sich verbreiten können, z.B. in der Wiese, im Staudenbeet oder im Kronenbereich von Bäumen oder Gehölzen.
Hosta für den Schatten
Der beste Platz für Hostas
Hostas, auch Funkien genannt, sind robuste Stauden für schattigere  Bereiche. Bei genügend Feuchtigkeit sind sie auch so konkurrenzfähig, dass sie unter Bäumen oder Sträuchern gut gedeihen. Schnecken hingegen können zur echten Gefahr für Funkien werden. Inzwischen gibt es Sorten, die Schnecken gegenüber etwas widerstandsfähiger sind. Auch gibt es inzwischen Sorten, die etwas Sonne vertragen.
Unser Tipp:
Kleinere Hostas gedeihen auch in Gefäßen ganz gut und  je höher das Pflanzgefäß desto schwieriger sind die Hostas für die Schnecken erreichbar.
Zweijährige Vexiernelken samen sich selbst aus
Rechtzeitiger Rückschnitt vor Samenreife
Die meisten samenfesten Sommerblüher sowie zweijährige Blumen, wie Vexiernelken verbreiten sich von selbst im Garten. Was bei einigen Pflanzen, je nach Vorliebe, erwünscht ist, kann andererseits aber auch zur Plage werden. Dann nämlich, wenn im nächsten Jahr an gefühlt jeder Ecke und an den unmöglichsten Plätzen, z. B. in den Pflasterfugen zu viele Pflanzen aufgehen. Wer dies vermeiden möchte, sollte auf jeden Fall vor Samenreife zurückschneiden. An Stellen, an denen man bewusst eine Verbreitung wünscht, kann man ja einige wenige Samenstände stehen lassen. Oder man stülpt eine  abgeschnittene Feinstrumpfhose über die Samenstände und bindet diese so zu, dass kein Samen verstreut wird. So kann man dann gezielt den Nachwuchs aussäen.
Hortensienblüte
Clematisblüten in Pink und Violett
violett blühende Polsterglockenblume
Nachtkerze mit Ziersalbei
Probleme mit Buchs?
Sieht ihr Buchs nicht mehr schön aus? Haben Buchsbaumpilz oder gefräßige Buchsbaumzünsler den Buchs zu einer unansehnlichen Pflanze verwandelt? Dann sollten Sie jetzt über Alternativen nachdenken.
Für größere nicht beschnittene Exemplare gibt es genügend interessante immergrüne Alternativen. Hierfür eignen sich zum Beispiel Löffelilex (Ilex crenata 'Convexa'), Kirschlorbeer oder Japanischer Säulenilex. Sollen die Pflanzen in Form gebracht werden eignen sich Eiben sehr gut. Eiben sind anspruchslos, frosthart und lassen sich sehr gut in alle möglichen Formen schneiden. Da Eiben schlafende Augen entwickeln, treiben diese auch im unteren Bereich auch immer wieder aus. Eiben können sowohl an sonnigen Standorten als auch in schattigen Bereichen gut eingesetzt werden.
Buchs ist für niedrige Einfassungen sehr beliebt, auch kleine Kugeln und Kegel lassen sich mit Buchs gut formen. Eiben hierfür einzusetzen scheint schwierig, denn diese können nicht auf Dauer sehr niedrig gehalten werden. Welche niedrig bleibenden Pflanzen können alternativ gepflanzt werden. Wir haben uns verschiedene Pflanzen angesehen und teilweise auch getestet.

Immergrüne Heckenmyrthe "Maigrün" - Jahreszuwachs zwischen 10 und 15 cm, Wuchshöhe ca. 1 m, bogig überhängend wachsend.
Bei vielen Anbietern wird die Pflanze für alle Standorte empfohlen und als sehr wüchsig und winterhart beschrieben. Andere Anbieter verweisen darauf, dass diese nur bedingt winterhart ist. Immergrüne Pflanzen sind gerade an Standorten, die nicht windgeschützt sind, von Frostschäden bedroht. Sonne und Wind tragen hier besonders zum Austrocknen bei, es ist daher auch im Winter auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten. Bei uns hatte die Pflanze an einem trockenen Standort eher einen langsamen Wuchs, erst im dritten Jahr war ein deutlicher Zuwachs erkennbar. Es scheint dann aber so zu sein, dass die Pflanze dann sehr kräftig wächst und als Hecke ca. 3 Mal jährlich geschnitten werden muss.
Zwergberberitze "Nana".
Diese Pflanze hat Blätter wie der Buchs, ist winterhart, immergrün, anspruchslos und absolut schnittverträglich - hat kaum Probleme mit Krankheiten oder Schädlingen, bringt Blüten und Früchte hervor, hat aber Dornen.
Niedriger Bergilex, Buchs-Ilex "Stokes" (Ilex crenata) hat ebenfalls buchsbaumähnliches, mittel bis dunkelgrünes glänzendes Laub, wächst dicht und langsam. Die Pflanze entwickelt keine Stacheln oder Dornen und als männliche Sorte trägt diese auch keine Beeren. Ilex bevorzugt einen durchlässigen humosen Boden, Staunässe ist zu vermeiden. Für Sonne oder im Halbschatten ist diese Pflanze gut als Buchsersatz geeignet.
Wächst dicht gedrungen, soll gesünder sein als Buchsbaum, hat eine gute Schnittverträglichkeit und ist wenig anfällig für Pilzerkrankungen. Allerdings kann es in kalten Wintern (also für Süddeutschland, Schweiz und Österreich nicht zu empfehlen) zu Frostschäden kommen. Die Pflanze bevorzugt etwas saure Böden, auf kalkhaltigen oder schweren Böden wächst Ilex schlecht.
Ilex crenata 'Glorie Gem'
Dieser Ilex ist ebenfalls eine kleinwüchsige Sorte, die sich gut für Einfassungen eignet. Allerdings ist diese Sorte etwas frostempfindlicher als Buchs und benötigt ebenfalls humose, lockere Erde in einem leicht sauren Boden.
Ilex crenata 'Dark Green' oder Ilex Crenata "Dark Star"
Beides sind kräftig wachsende Sorten, die von vielen als Buchbaumersatz empfohlen werden. Beide sind sehr schnittverträglich, stadtklimafest und sehr winterhart. Ungeschnitten werden die Pflanzen bis zu 2,5 m hoch werden. Ansonsten gilt für alle Ilex gleichermaßen, dass diese leicht sauren Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Standort bevorzugen. Dark Star reagiert auch etwas empfindlich auf Hitze und Trockenheit

Getestet haben wir Ilex crenata "Dark Green" an zwei unterschiedlichen Standorten. Dazu können wir bestätigen, dass die Pflanzen an schattigen Standorten weniger gut wachsen; große Probleme bereitet ein schattiger und trockener Standort.
Euonymus japonicus "Green Spire" oder 'Green Rocket'
Euonymus japonicus ist ein immergrüner Strauch. Mit seiner aufrechten, mehrtriebigen und dicht straff aufrechten Wuchsform ähnelt er sehr dem Habitus des Buchsbaums. Er läßt sich gut beschneiden und eignet sich für niedrige Hecken.
Das Laub ist dunkelgrün und stark glänzend und der Austrieb hellgrün. Er ist für alle Lichtverhältnisse von sonnig bis halbschattig geeignet, allerdings kann es bei kalten und vor allem austrocknenden Winden zu Erfrierungen kommen.

Euonymus fortunei 'Radicans'
Euonymus fortunei ist frosthärter als Euonymus japonicus. Er lässt sich gut beschneiden und eignet sich für sehr niedrige Einfassungen bis 30 cm, allerdings kann er mithilfe langer Triebe und Haftwurzeln auch bis 3 m in die Höhe klettern. Die mittelgrünen Blätter sind bis zu 3 cm lang. Die Pflanze gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Für eine flächige Bepflanzung oder zur Begrünung einer Wand zu empfehlen, für Einfassungen und als Buchsersatz ist diese Pflanze weniger geeignet.

Niedrige Eibe (Taxus baccata) 'Renke’s Kleiner Grüner' ist eine langsam breitbuschig wachsende Eibensorte.
Sie ist schatten- und windverträglich, absolut winterhart, wächst sehr dicht und läßt sich gut beschneiden. Gerade für kalkhaltige Böden ist diese Eibe eine sehr gute Alternative zu Buchs. Sie eignet sich für niedrige Hecken, Beetumrandungen, flächige Bepflanzungen und Grabbepflanzung, aber auch als Formgehölz im Pflanzgefäß. Bei unserem Test konnten wir auch eine gute Trockenheitsverträglichkeit feststellen. Die Pflanze wird kaum von Krankheiten oder Schädlinge befallen und ist daher äußerst robust. Besonders schön ist auch die Färbung. Im Herbst und Winter färben sich die Nadeln leicht bronzefarben, im Frühjahr besticht die Pflanze mit einem frischgrünen Austrieb, der im Laufe des Sommers zu einem dunklem grün wechselt. Der Jahreszuwachs beträgt etwa 15 cm. Unbeschnitten kann die Pflanze etwa eine Höhe von 1,25 m erreichen.

Für einen kalkhaltigen Boden ist diese Eibe unser Favorit.
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